02.02.2018 - 12:42 Uhr

CSU-Kreisvorstand Amberg-Sulzbach und -Kreistagsfraktion verständigen sich auf künftigen Vize-Landrat Hans Kummert soll Birkl folgen

Die Rolle des politischen Feuerwehrmanns ist für ihn nicht neu: Schon 2003 muss er quasi über Nacht in die Bresche springen, als der damalige Hahnbacher Bürgermeister Josef Graf überraschend stirbt. Zu der Zeit ist Hans Kummert noch eingespannt in der privaten Wirtschaft. Er tritt als Nachfolger an und amtiert danach bis 2014. Jetzt betritt der CSU-Kreisrat die politische Bühne erneut in exponierter Stellung.

Auf geht's für ihn: Hans Kummert, einst Bürgermeister von Hahnbach, betritt die politische Bühne nun erneut in exponierter Position: Die Spitze der Landkreis-CSU hat den 67-Jährigen am Donnerstag dazu auserkoren, das Amt des stellvertretenden Landrats zu übernehmen. Bild: Hartl
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Franz Birkls (CSU) Rückzug vom Amt des stellvertretenden Landrats vergangenen Montag kam für die Führung der Landkreis-CSU nicht allzu überraschend. Bereits vorab waren die Spitzen um Kreisvorsitzenden Harald Schwartz und Fraktionssprecher Stefan Braun - inklusive der Kreistagsfraktion - zusammengekommen, um Ausschau nach einem geeigneten Nachfolger zu halten. Das Kandidatenkarussell nahm Fahrt auf. Namen wie der des Schnaittenbacher Bürgermeisters Josef Reindl wurden genannt. Doch der winkte schon frühzeitig ab und wollte sich diese zusätzliche Bürde nicht auferlegen.

Vorsitz erhält Vorzug

Stefan Braun - am anderen Ende des Landkreises als Bürgermeister in Kastl - winkte ebenfalls ab. Er zog den Vorsitz bei der CSU-Kreistagsfraktion vor, als es um die künftige Vertretung von Landrat Richard Reisinger ging. Konkret war das nun am Donnerstagabend im Gasthaus Steinköppl in Etsdorf der Fall, als der Amberg-Sulzbacher CSU-Kreisvorstand gemeinsam mit der Kreistagsfraktion in einer Runde beieinander saßen. Schon einige Tage davor hatte sich die Fraktion eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt.

Dabei hatte sich der Name eines Mannes herauskristallisiert, der nach dem Ablauf seines Bürgermeistermandats in Hahnbach im Jahr 2014, auch andere Funktionen beispielsweise im AOVE-Bereich nach und nach aufgegeben hatte - bis auf seinen Sitz im Kreistag, den er noch innehat: Hans Kummert. Er galt auch als Favorit von Landrat Richard Reisinger in der Nachfolge von Franz Birkl. Kummert kommt, wie sein Vorgänger auch, aus der Mitte des Landkreises. "Und er ist allen vermittelbar", wie ein Teilnehmer der Etsdorfer Runde wissen ließ. Mit allen sind nicht nur die eigenen Parteifreunde gemeint, sondern auch die übrigen Fraktionen im Kreistag.

Bis Frühjahr 2020

Kummert erhielt nun, wie zu erfahren war, am Donnerstag die uneingeschränkte Zustimmung aller Teilnehmer. Er wird von der CSU in der nächsten Kreistagssitzung, am Montag, 19. Februar, als stellvertretender Landrat vorgeschlagen. Für den 67-Jährigen dürfte diese Berufung ähnlich überraschend gekommen sein, wie einst seine Aufstellung zum Bürgermeisterkandidaten von Hahnbach.

Wird er gewählt, wird er die Position wohl bis zur nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2020 ausfüllen. "Mit Engagement und Fleiß. Weil Zeit hat er ja", wie ein Parteifreund, der in Etsdorf dabei war, die Lage einschätzte.

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