31.01.2018 - 11:04 Uhr
Oberpfalz

Führung der Landkreis-CSU trifft sich in Etsdorf Jetzt geht's um Birkls Nachfolge

Eile ja, Hektik nein - die Landkreis-CSU ist jetzt nach dem Rücktritt von Landrats-Vize Franz Birkl zu Wochenbeginn gefordert. Es gilt, einen Nachfolger auf den Schild zu heben. Dies geschieht an diesem Donnerstag, 1. Februar, in Etsdorf.

Drei Namen, die bei der Nachfolge von Franz Birkl als Landrats-Vize eine Rolle spielen könnten: Stefan Braun, Josef Reindl und Peter Braun. Bilder: Hartl (2), gf (1)
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Amberg-Sulzbach. Im Gasthaus Steinköppl geht es darum, wen die CSU zur nächsten Kreistagssitzung - am Montag, 19. Februar - in dieser Frage als Kandidaten ins Rennen schicken wird. Kreisvorsitzender Harald Schwartz übte sich dazu zuletzt in dezenter Zurückhaltung. Er verhehlte aber nicht, dass die Bemühungen im Vorfeld schon darauf abzielten, für den als Landrats-Stellvertreter zurückgetretenen Franz Birkl jemand zu suchen, "der für alle akzeptabel ist, auch für die anderen Fraktionen im Gremium".

In interner Runde

Und er fügte hinzu, dass sich die CSU-Kreisräte in interner Runde während der vergangenen Woche bereits festgelegt hätten. Auf jemand, der auch zur Verfügung stünde. Auf jemand, also keine Frau? "Natürlich kann es auch eine Frau sein", entgegnete Schwartz, letztlich aber nicht vollends überzeugend.

Im Fall des Falles wäre dafür vielleicht Brigitte Trummer (65) aus Hahnbach in Betracht gekommen, nicht zuletzt deshalb, weil sie annähernd aus der Mitte des Landkreis kommt - wie Birkl zuvor auch. Womit der Regionalproporz bereits angesprochen wäre.

Zieht man diesen als Entscheidungskriterium heran, dann bleibt bei der Besetzung des Landrats-Vizepostens der westliche Teil des Landkreises außen vor. Denn, auch wenn sie unterschiedlichen Parteien angehören, so sind Landrat Richard Reisinger (Sulzbach-Rosenberg, CSU) und dessen Stellvertreter Brigitte Bachmann (Birgland, SPD, 61) und Martin Weiß (Auerbach, FW, 64) dieser Region zuzurechnen.

Doch die Herkunft alleine ist nicht das endgültige und alleinige Aufstellungskriterium. Auch ein gerüttelt Maß an Erfahrung wird ins Kalkül zu ziehen sein. Auf die können mehrere Bürgermeister verweisen, wie etwa der einstige Bezirksrat Peter Braun (56), der erste Mann in Schmidmühlen. Fiele die Entscheidung auf ihn, wäre es eine späte Art der Wiedergutmachung für das ihm einst von Martin Preuß abspenstig gemachte Mandat auf Oberpfalzebene.

Starke Position

Ebenso gut käme dessen Namensvetter im 25 Kilometer Lauterach aufwärts gelegenen Kastl in Betracht: Stefan Braun (46). Er führt unangefochten die CSU-Fraktion im Kreistag an. Dieser Stand innerhalb der eigenen Kreisräte könnte ihn aber dazu bewegen, diese starke Position zu halten und beim Landrats-Vize außen vor zu bleiben.

Im Kandidaten-Karussell dürfte auch Schnaittenbachs Bürgermeister Josef Reindl (58) sitzen. Für ihn spräche durchaus der Regionalproporz, schließlich stünde dem Kaolinrevier ein Landrats-Vize gut zu Gesicht.

Wie es letztlich tatsächlich kommt, wird nun die CSU-Runde in Etsdorf festlegen. Fest steht, wer auch immer zum Zuge kommt, der wird das Amt zunächst maximal bis zum Frühjahr 2020 ausüben. In gut zwei Jahren sind Kreistagswahlen und danach werden um die Posten der Landratsstellvertreter die Karten ohnehin wieder komplett neu gemischt.

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