11.10.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Klimaschutzkonzept mit Fülle von Ideen E-Mobilität ein ganz großes Thema

Amberg-Sulzbach. Seit 3. Juli ist Joachim Scheid als Klimaschutzkoordinator des Landkreises tätig. Sein bisheriges Wirken stellte er den Kreisräten bei der Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses im König-Ruprecht-Saal vor. Er sprach von einer Fülle von Ideen, die im integrierten Klimaschutzkonzept und Energieplan 2020 des Landkreises enthalten seien. Extrem gut gelaufen sind nach seiner Einschätzung die PV-Eigeninitiative und das Konzept zur E-Mobilität. Ein großer Teil seiner Arbeit habe die Evaluierung der Projekte ausgemacht. Scheid sprach auch von neuen Schwerpunkten, unter anderem die energetische Sanierung eines Teils von Schloss Theuern.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Er erwähnte außerdem das "Leader plus"-Projekt Solardach-Kataster. Dieses gebe es bereits in Regensburg, mit monatlichen Klickzahlen von 400. Wegen eines langfristigen Konzepts zur Förderung von Biomasse erwähnte der Klimaschutzkoordinator eine Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule.

Für das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) zog dessen Vorsitzender Richard Gaßner Bilanz. Er erwähnte die vielfältigen Dienstleistungen für Bürger in Form von Vortragsreihen zum Energiesparen und zu barrierefreiem Wohnen im Alter sowie den Stromspar-Check, bei dem 135 Personen besucht und beraten wurden. Eine Aktion, die seit Jahren läuft, ist der Tag der Regionen, bei dem heuer die E-Mobilität ein Schwerpunkt war. "Wir versuchen in Zukunft noch mehr, die Inhalte des integrierten Klimaschutzkonzepts zu begleiten", versicherte Gaßner dem Ausschuss. "Ich sehe das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit auf einem guten Weg", sagte Landrat Richard Reisinger.

Umweltausschuss

Manfred Lehner, Leiter der Landkreis-Volkshochschule, gab im Umwelt- und Energieausschuss einen Bericht zum aktuellen Stand des Nachhaltigkeitsprozesses im Landkreis. Dies sei der Amberg-Sulzbacher Weg zur Umsetzung der Agenda 2030, die ein Weltentwicklungsvertrag sei, wie es Lehner formulierte. Zudem legte er einen Zwischenbericht zur Umweltbildung für Migranten (Erasmus-Projekt IN-Life) vor. Mülltrennung sei für die Menschen in den Integrationskursen eine ganz große Herausforderung, "aber es ist auch ihr Alltag". Zur Umweltbildung wurden 20 Lektionen (Mobilität, Energie, Mülltrennung) erarbeitet. "Integriert ist auch eine Exkursion zu einem Wertstoffhof". Dies sollte an einem Samstag um 9 Uhr unter erhöhten Stressbedingungen geschehen, meinte Landrat Richard Reisinger. "Da kriegt man ein realistisches Bild." Laut Lehner werden die Lektionen erprobt, das Ergebnis Anfang 2018 ausgewertet. "Dann beglücken wir ganz Europa mit diesen Modulen." (san)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp