25.03.2018 - 16:40 Uhr

Partei will absolute Mehrheit bei Landtagswahl Aufbruchstimmung bei der CSU

Was die Politik der CSU ausmacht? Darauf hat die Partei eine deutliche Antwort: "Dass es den Menschen besser geht." Diesbezüglich will die CSU in der Stadt und im Landkreis bei den Bezirks- und Landtagswahlen ihre ganze Kraft einbringen.

Eine ganze Reihe von Neumitglieder in den CSU Verbänden konnte Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz (mitte) bei der Delegiertenversammlung in Auerbach willkommen heißen.
von Paul BöhmProfil

Auerbach. Nicht nur der neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder war Gesprächsthema bei der Kreisdelegiertenversammlung aller CSU-Ortsverbände im Kolpinghaus in Auerbach, sondern auch der aus Lupburg bei Parsberg stammende neue Finanzminister Albert Füracker.

Laut Kreisvorsitzendem Harald Schwartz zeichnet sich das neue bayerische Kabinett durch einige neue Gesichter aus. "Fünf Ministerämter werden von Frauen eingenommen, acht von Männern", erklärte er. Bei den Landtagswahlen im Herbst wird sich Schwartz als Direktkandidat des Wahlkreises für einen Sitz im Maximilianeum bewerben. Zum Direktkandidaten für den Bezirkstag war in vorhergehenden Versammlungen der Kreisverbände Amberg-Stadt und Amberg-Sulzbach der Amberger Martin Preuß gewählt worden.

Ziel: absolute Mehrheit

Listenkandidat für den Landtag ist Thomas Bärthlein, für den Bezirkstag tritt JU-Vorsitzender Henner Wasmuth auf der Liste an. "Eine Lösung, zu der sowohl der CSU-Kreisverband der Stadt Amberg als auch der des Landkreises Amberg-Sulzbach einmütig gestanden haben", untermauerte Harald Schwartz die Nominierungs-Ergebnisse. "Es geht nichts über eine absolute Mehrheit, um regieren zu können und sich zu positionieren", meinte er mit Blick auf Berlin und die vergangenen Monate. "Unser Ziel ist es, bei der nächsten Wahl in Bayern die absolute Mehrheit zu erreichen." Dafür wolle die CSU ihr Bestes geben. "Wir sind aufgerufen, gute Politik zu machen, aber keine neuen Schulden."

Der CSU-Kreisvorsitzende merkte an, dass das Bundestagswahlergebnis im September ein gehöriger Schlag ins Kontor gewesen sei. "Letztendlich wird man dafür gewählt, was man für die Zukunft den Menschen anbietet", führte er aus. Mit der neuen Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder habe die CSU in Bayern einen inhaltlichen und personellen Wechsel vollzogen. Dieser habe sich in den vergangenen Tagen bereits mit steigenden Umfragewerten für die CSU ausgewirkt. "Man merkt, er steht glaubwürdig für die Menschen und CSU ein - so wie man dies vor ein paar Monaten in Sulzbach-Rosenberg und vor ein paar Tagen in Amberg miterleben konnte", sagte er über Söder.

Schwartz sprach die Straßenausbaubeiträge und das von den Freien Wählern angestrebte Volksbegehren dagegen an. Die Freien Wähler hätten das noch aktuelle Gesetz eindeutig mitgetragen. Hinzu kam das Thema Flächenversiegelung, das eventuell mit einem Volksbegehren im Raum steht, das aber als "Verbotsgesetz" von der CSU so nicht mitgetragen werde. "Das sind unfaire Vorschläge, da kann man auch gleich darüber diskutieren, die Müllgebühren abzuschaffen", sagte Schwartz an die Adresse der Freien Wähler.

Weiter Schulden tilgen

Der Kreisvorsitzende informierte die Delegierten über die weitere Schuldentilgung von 1,5 Milliarden Euro in Bayern. Er sprach von einem " Mehr an staatlichen Mitteln für die Kinderbetreuung" und ging auf Regionales ein: die Weiterentwicklung des Klosterausbaues in Kastl als Polizeischulstandort. "Diese Entscheidung wurde von keiner anderen Partei herbeigeführt als von der CSU", machte er deutlich. Als erfreulich wertete er, dass im vergangenen Jahr 60 Bürger neu in die CSU eingetreten sind. "Da waren alle 46 Ortsverbände dabei."

Laut Schwartz hat der CSU-Kreisverband Amberg-Sulzbach insgesamt 2050 Mitglieder. 500 davon seien bei der Jungen Union, 645 bei der Frauen-Union. Der kommunalpolitischen Vereinigung gehören 218 Parteimitglieder an, der Vereinigung Ernährung Landwirtschaft und Forsten 173, dem Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik 176.

Zitate

"Eines haben Markus Söder und ich gemeinsamen: Wir sind gebürtige Franken, noch dazu im gleichen Gymnasium zur Schule gegangen."

Thomas Bärthlein

"Mir gefallen unsere Kirchtürme lieber als ein Minarett"

"Es kann nicht sein, dass die Facebookisierung der Diskussion noch weiter um sich greift".

Harald Schwartz

"Den Sozialstaat mit all seinen Leistungen nicht überdrehen und überfordern".

MdB Alois Karl (bö)

Ich fühle ich mich bei der CSU sehr gut aufgehobenThomas Bärthlein

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