06.03.2018 - 16:48 Uhr

ZNAS-Angebot wird nicht angenommen Nachtfahrt fällt flach

Die Nachfrage ist nicht da. Deshalb wird die Nachtfahrt (Samstag auf Sonntag) der Linie 59 nach Raigering, Lintach und Aschach eingestellt. Dies geschieht ab 1. Mai. Mit dieser Maßnahme reduziert der ZNAS auch Kosten.

Die Nachtfahrt der Linie 56 über Poppenricht nach Sulzbach-Rosenberg hat eine gewisse Nachfrage. Anders sieht es bei der Linie 59 nach Raigering, Lintach und Aschach aus: Der ZNAS stellt diese nächtliche Fahrt zum 1. Mai ein. Archivbild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Amberg-Sulzbach. Wie Hans-Jürgen Haas, Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) bei der Verbandsversammlung ausführte, sollte das Angebot an Wochenenden dazu dienen, den ÖPNV attraktiver zu machen. Deshalb waren von Samstag auf Sonntag zwei Nachtfahrten um 2.20 Uhr angeboten worden: auf der Linie 56 über Poppenricht nach Sulzbach-Rosenberg und auf der Linie 59 nach Raigering, Lintach und Aschach. Die Tour nach Sulzbach-Rosenberg weise eine gewisse Nachfrage auf (zwischen vier und sieben Fahrgästen im November/Dezember), die andere Nachtfahrt hingegen werde nicht angenommen. Deshalb schlug Haas den Verbandsräten vor, diese Nachtfahrt zum 1. Mai einzustellen. Dadurch spare sich der ZNAS jährliche Kosten von 4292,88 Euro. Dagegen hatte die Verbandsversammlung nichts einzuwenden.

Die Haltestelle in der Hans-Thoma-Straße in Amberg wird barrierefrei ausgebaut. Für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen hat der Zweckverband bereits 2015 ein Förderprogramm mit 40 000 Euro jährlich aufgelegt, wobei pro Haltestelle maximal ein Zuschuss von 5000 Euro gewährt wird. Für die Hans-Thoma-Straße hat die Stadt Amberg im Dezember einen Zuschussantrag gestellt. Einstimmig gewährte die Verbandsversammlung den beantragten Höchstsatz von 5000 Euro.

Aufgebrauchte Rücklagen, steigende Kosten

Verbandsumlage steigt

Einstimmig beschlossen hat die Verbandsversammlung des ZNAS den Haushalt 2018. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 4 194 300 Euro, der Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 410 700 Euro. Die Verbandsumlage steigt auf 1 650 000 Euro. Als größter Posten bei den Ausgaben wurden die Ausgleichszahlungen an die Verkehrsgemeinschaft Amberg-Sulzbach (VAS) bezeichnet. Insgesamt bezeichnete Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas die finanzielle Situation des ZNAS in den nächsten Jahren als schwierig. "Die Rücklagen sind aufgebraucht, die Anforderungen und Ausgaben steigen stetig."

Mehrausgaben genehmigt

Die Verbandsversammlung genehmigt überplanmäßigen Ausgaben bei der vertraglichen Leistungen an Private für Linienverkehre in Höhe von 484 233,17 Euro. Angesetzt im Etat 2017 waren laut Sachstandsbericht 2 500 000 Euro. Jedoch habe sich ergeben, dass manche Angebote höher waren als ursprünglich kalkuliert. Deshalb sei der Ansatz im Laufe des Jahres überschritten worden, hieß es dazu bei der Versammlung. (san)

Schulbus integriert

Die Gemeinde Poppenricht hat beantragt, ab dem Schuljahr 2018/19 den bisher freigestellten Schülerverkehr in die Linien des ÖPNV zu integrieren. Die Verbandsversammlung des ZNAS stimmte diesem Ansinnen zu. Der Vertrag, der bei der Sitzung vorgelegt wurde, sieht eine Beteiligung der Kommune in Höhe von jährlich 5000 Euro an den anfallenden Kosten von 15 667,02 Euro pro Jahr vor.

ZNAS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas gab bekannt, dass die Geschäftsstelle derzeit planmäßig mit 2,33 Stellen (zwei Vollzeitstellen und eine Mitarbeiterin, die montags und dienstags ganztägig anwesend ist) besetzt ist. Allerdings ist eine Vollzeitbeschäftigte seit Januar erkrankt, was noch einige Monate andauern dürfte. "Bis dahin versucht das verbleibende Personal, die Aufgaben so gut wie möglich zu erfüllen, es wird jedoch zu Einschränkungen kommen", erklärte er gegenüber der Verbandsversammlung. An die Regionalbus Ostbayern GmbH wurde die Linie 54 (Amberg - Schmidmühlen) vergeben. Darüber informierte Haas die Verbandsräte bei ihrer Sitzung. (san)

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