25.08.2017 - 21:08 Uhr
Sport

Boris Finkel mit 50 noch aktiver Fußballer bei der SGS Im Tor oder auf dem Platz

Amberg. Der 50. Geburtstag ist schon in Sichtweite, aber dennoch ist der vierfache ukrainische Nationalspieler Boris Finkel jeden Sonntag in der A-Klasse am Ball: Als Libero oder Torwächter bei der SG Siemens Amberg, die gerade trotz extrem schlechter Rahmenbedingungen eine kleine sportliche Blütezeit erlebt.

Springt mit 50 noch ziemlich hoch: SGS-Spielertrainer Boris Finkel (links) in der Partie gegen den SVL Traßlberg II. Bild: Ziegler
von Autor WFOProfil

Seit 1983 hat Boris Finkel der Fußball gepackt: Erst in der Ukraine, bei Vereinen wie Dnjepropetrowsk in der ersten und zweiten Liga, und er brachte es dort als Stürmer sogar zum Nationalspieler. Um die Jahrtausendwende beendete Finkel eigentlich seine Karriere.

Als er nach Deutschland kam, packte den Sportler aber wieder die Fußballleidenschaft und er seine Schuhe wieder aus. Zunächst als Spieler bei der DJK Utzenhofen, dann als Spielertrainer mit Aufstiegserfolgen beim FSV Gärbershof. Nach einem Intermezzo bei der DJK Ursensollen wollte Finkel, auch ein emsiger und qualifizierter Referee, die Fußballschuhe wieder an den Nagel hängen, erhörte aber dann den Ruf der SG Siemens Amberg.

Dort sind die Voraussetzungen schlecht, seit vielen Jahren kein Sportgelände. In seinen besten Jahren hatte die SG Siemens Amberg zwei Plätze, die erste Mannschaft spielte in der A-Klasse (heute Kreisliga), die Junioren auf Bezirks- und die Fußballmädchen auf Landesebene. Heute ist das Training einmal in der Woche auf einem Platz der Bundeswehr möglich, der allerdings kein Flutlicht hat. Training geht daher oft gar nicht und die Akteure sind auch bei den Partien noch anderweitig gefordert, denn sie kümmern sich selbst um Alles, von den Bällen bis zum Spielberichtsbogen - lupenreine Amateure, denn ein Betreuer konnte nicht gefunden werden.

Doch das Team ist ein verschworener Haufen, "wir haben zu unseren 14 seit drei Jahren eingespielten Spielern noch mit Roman Schmidt, Nico Franz und Eugen Durban drei gute Spieler dazubekommen", freut sich der Übungsleiter, "der Kader ist breiter geworden" - da kann auch mal ein Ausfall aufgefangen werden. "Wir spielen immer, um zu gewinnen, und wir würden auch gerne noch einmal aufsteigen", sagt der Coach des Aufsteigers als Meister der B-Klasse 2.

"Aber dieses Jahr wollen wir vor allem nicht absteigen", ist die Marschroute für Finkel und seine Mannschaft klar.

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