Ein Damen-Trio auf Platz 7 beim Triathlon in Roth
Gänsehaut garantiert

Drei Damen mit besonderem Ehrgeiz (von links): Kerstin Hagerer, Heike Uhl und Inge Behringer. Bild: exb
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
12.07.2017
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Es gibt viele Gründe, an einem Triathlon über die Langdistanz teilzunehmen. Eher ungewöhnlich sind die Beweggründe von Heike Uhl, Kerstin Hagerer und Inge Behringer, als sie sich im Juli vergangenen Jahres einen der heiß begehrten Startplätze des Staffelwettbewerbs der Challenge Roth sichern.

Roth. Durch Verletzungen zu Zwangsruhepausen gezwungen, fand sich das Trio zu einer Reha-Sportgruppe mit ambitionierter Zielsetzung zusammen. Heike Uhl machte den Auftakt: Bei noch erträglichen Temperaturen stürzte sie sich in den Kanal. In der relativ kleinen Startgruppe konnte sie ihre Schwimmstärke gut ausspielen und wurde nur im zweiten Teil durch das Aufschwimmen auf die vor ihr liegende Gruppe ein wenig ausgebremst. Bereits nach 55:48 Minuten hatte die aus Sulzbach-Rosenberg stammende Uhl die 3,8 Kilometer bewältigt und konnte auf Position fünf liegend den Zeitmesstransponder an Kerstin Hagerer übergeben.

Bei Hagerer machten sich die vielen Trainingskilometer auf dem Rad bezahlt. Trotz der teilweise recht starken Windböen auf der ersten der beiden Radrunden, konnte die Edelsfelderin über die 180 Kilometer eine Geschwindigkeit von über 32 km/h durchtreten. Getragen wurde sie von den vielen Anfeuerungsrufen der Zuschauer. Besonders in den Partymeilen an der Strecke, allen voran am Solarer Berg in Hilpoltstein, war Gänsehaut garantiert. Nach 5:35 Stunden stieg Hagerer vom Rad und schickte Inge Behringer auf die abschließende Laufstrecke.

Erstmals in der mehr als 30-jährigen Rother Triathlon-Geschichte wurde eine neue Zwei-Runden-Laufstrecke realisiert, die sowohl für die Athleten als auch für die Zuschauer Vorzüge bieten und das Rennen insgesamt attraktiver machen sollte. Bei den Athleten kam diese Neuerung nur teilweise gut an. Die Marathonstrecke wurde als unrund und anspruchsvoll, mit vielen, teilweise langen Steigungen beschrieben. Dazu kamen dann noch die Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius.

Auch Inge Behringer, die nach langer Verletzungspause ihren ersten Marathon absolvierte, fand nur schwer einen flüssigen Laufrhythmus: "Es war echt hart - wenn die anderen nicht gewesen wären, hätte ich aufgehört". Ihr Durchbeißen hat sich gelohnt. Nach 3:38:34 wurde Behringer jubelnd von ihren Mannschaftskolleginnen empfangen. Gemeinsam überquerten sie mit einer Gesamtzeit von zehn Stunden, 13 Minuten und 37 Sekunden die lang herbeigesehnte Ziellinie in Roth und sicherten sich damit den 7. Platz von 33 in der Damenwertung angetretenen Teams.

Auf die Frage, warum man sich diese Strapazen antut, hat Kerstin Hagerer sofort eine Antwort parat: "Weil das Gefühl danach einfach so schön ist". Und dieses ganz besondere Gefühl genoss sie zusammen mit ihren Mitstreiterinnen auch bis zum Schluss und bejubelte die letzten Läufer, die empfangen von einem riesigen Feuerwerk die Finishline noch vor dem offiziellen Zielschluss erreichten. Um sich daraufhin auch gleich noch einen Einzelstartplatz für das nächste Jahr zu sichern.

Ergebnisse in RothJürgen Maderer, ASV Schwend, 10:58:36 Stunden, 194. von 876 Teilnehmern in der M35

Helmut Graf, ASV Schwend, 10:51:56, 176. von 796 von in M40

Physioteam Beer/Ladypower Edelsfeld/Sulzbach, 10:13:37, 7. Platz

Kerstin Kurz, CIS Amberg, 13:17:24, 50. von 281 in W40

Thomas Lippig, CIS Amberg, 11:54:31, 329. von 1557 in M40

Stephan Bergler, CIS Amberg, 10:54:43, 68. von 832 in M25
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