Freudenberg lässt's gegen den TuS Rosenberg krachen
Die erste Überraschung

Ein Zweikampf zwischen dem Rosenberger Andreas Bondar (links) und dem Freudenberger Johannes Dotzler (rechts). Bild: Ziegler
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
25.03.2018
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Rosenbergs Torhüter Sebastian Moser (hinten) faustet den Ball, unterstützt von seinem Kapitän Daniel Meindl (links hinten), gegen den Freudenberger Torschützen Lukas Hirsch (vorne) zurück. Bild: Ziegler

Der SV Freudenberg eröffnet mit einem Kracher das Kreisliga-Jahr 2018: Mit 3:0 schlägt die Truppe von Neu-Trainer Gebhard Hauer den TuS Rosenberg und schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf.

Amberg. Der überraschende Sieg im Nachholspiel bringt das Schlusslicht näher an die Relegationsplätze heran - Freudenberg hat zwei Partien weniger ausgetragen als der Vorletzte FC Edelsfeld, der nur einen Zähler mehr vorzuweisen hat. Und der in letzter Minute eine Niederlage gegen Rieden kassierte. Der Sieger eroberte Platz zwei, während der FV Vilseck, der eine erschreckend schwache Leistung gegen den Tabellenführer Paulsdorf zeigte, auf Rang fünf verharrt.

SV 08 Auerbach 0:0 ASV Haselmühl

SR: Dieter Brückner (TSV Velden) - Zuschauer: 140

(sht) Wegen einer Verletzung im Vorspiel begann die Partie mit 45 Minuten Verspätung. Nach einer sehr druckvollen Anfangsphase der Auerbacher entwickelte sich nach wenigen Minuten eine ausgeglichene Partie. Diese wurde von beiden Mannschaften sehr intensiv geführt, brachte aber nur wenige Tormöglichkeiten, weil die Defensivreihen sehr sicher standen. Einige Abschlüsse aus der Distanz hatten die Hausherren zu verzeichnen, ohne jedoch das Tor der Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gab es jeweils eine gute Möglichkeit. Zunächst scheitert Hammerl (Haselmühl) mit einem Abschluss aus 15 Metern am Auerbacher Keeper und fast mit dem Pausenpfiff konnte eine gut getimte Freistoßflanke der Auerbacher im letzten Moment noch geklärt werden. Mit zunehmender Spielzeit häuften sich beidseits die Fehlpässe und zwingende Tormöglichkeiten war selten. In der 63. Minute die größte Möglichkeit für einen Treffer. Eine Freistoßflanke der 08er auf den zweiten Pfosten köpfte Lindner aufs lange Eck und der ASV-Verteidiger klärte akrobatisch für seinen bereits geschlagenen Keeper.

SC Luhe-Wildenau 0:0 SV Schmidmühlen

SR: Kai Thiele (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 170 - Besondere Vorkommnisse: (76.) Torwart Dominik Kummer (Luhe-Wildenau) hält Foulelfmeter von Christopher Roidl - Gelb-Rot: (80.) Stefan Frischholz (Luhe-Wildenau)

Eine miserable Chancenverwertung kostete dem SC Luhe-Wildenau im Heimspiel gegen Schmidmühlen den Sieg. Beinahe wäre die Partie sogar verloren gegangen. In der 33. Minute die erste strittige Entscheidung: Nach einem langen Ball war Benjamin Urban im Laufduell schneller als sein Gegenspieler. Der brachte ihn kurz vor dem Abschluss regelwidrig zu Fall. Über einen Strafstoß hätten sich die Gäste in dieser Situation nicht beschweren dürfen.

Ab der 70. Minute entwickelte sich eine chaotische Partie. Nach einem langen Ball in die Spitze foulte SC-Keeper Kummer den gestarteten Stürmer Spies (76.). Seinen Fauxpas konnte er aber direkt wieder ausbügeln. Den von Christopher Roidl getretenen Strafstoß parierte Kummer stark. In der 80. Minute wurde Stefan Frischholz mit der Ampelkarte aus dem Innenraum verwiesen. Bereits ausgewechselt, sah er zuerst wegen Meckerns eine Verwarnung.

Warum Schiedsrichter Thiel direkt im Anschluss jedoch die zweite Gelbe Karte zeigte, blieb rätselhaft. In der 90. Minute wäre Tannhäuser fast zum Matchwinner geworden. Erneut wusste sich die Schmidmühlener Defensive im eigenen Sechzehner nur regelwidrig zu helfen. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.

FV Vilseck 1:2 (1:1) SSV Paulsdorf

Tore: 1:0 (17.) Michael Weizer, 1:1 (21.) Sebastian Wittmann, 1:2 (55.) Christoph Hierl - SR: Andreas Frieser (SV Kohlberg) - Zuschauer: 270

(mc) Es war die schlechteste Saisonleistung der Hausherren gegenüber dem Tabellenführer, obwohl das frühe 1:0 den Gastgebern in die Karten spielte. Doch drei Minuten später war es aus mit der Herrlichkeit. Mehrere Stockfehler in der FV-Mannschaft nutzte der aufgerückte Paulsdorfer Verteidiger Sebastian Wittmann rigoros aus und markierte den Ausgleich. Im Vilsecker Spiel war während der 90 Minuten keinerlei Struktur zu erkennen, weshalb es für die Gäste ein Leichtes war, die wenigen Angriffe der Heimmannschaft abzufangen. Überhaupt wirkte die Binner-Elf wesentlich frischer und zielstrebiger und erzwang regelrecht nach der Pause den Führungstreffer durch Christoph Hierl, der dabei noch tatkräftige Unterstützung von FV-Keeper Michael Ruppert erhielt. Auch danach fiel dem Gastgeber nichts mehr ein, um das Gästegehäuse in Gefahr zu bringen. Einzig und allein die beiden Youngsters Damian Perrin und Daniel Lopez konnten mit ihren Leistungen überzeugen.

SV Freudenberg 3:0 (1:0) TuS Rosenberg

Tore: 1:0 Johannes Dotzler (45.), 2:0 Lukas Hirsch (68.), 3:0 Florian Peter (87.) - SR: Sebastian Völkl (SpVgg Moosbach) - Zuschauer: 90

(koa) Das Tabellenschlusslicht aus Freudenberg besiegte etwas überraschend den zweitplatzierten TuS Rosenberg deutlich mit 3:0 und schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib in der Kreisliga Süd. Es entwickelte sich von Beginn an ein rassige und ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Den psychologisch wichtigen Führungstreffer erzielte Johannes Dotzler (45.) praktisch mit dem Pausenpfiff. Nach dem Wechsel zeigte die Hauer-Elf, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen will und hielt kämpferisch voll dagegen. Nach einigen brenzligen Situationen fiel die Entscheidung in der 68. Minute, als Lukas Hirsch überlegt zum 2:0 einnetzte. Für den Endstand zeichnete sich der kurz vorher eingewechselte Florian Peter drei Minuten vor dem Schlusspfiff verantwortlich, als er eine überlegte Hereingabe zum 3:0 vollendete. Somit ist man auf Freudenberger Seite wieder voll im Rennen, um zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Die Leistung der Mannschaft um Neutrainer Gebhard Hauer stimmt zuversichtlich.

FC Edelsfeld 0:1 (0:0) 1. FC Rieden

Tor: 0:1 (90.) Tobias Eichenseer - Rot (52.) Tim Rupprecht (Edelsfeld), grobes Foulspiel - Besonderes Vorkommnis: (74.) Torwart Bernd Fischer (Edelsfeld) hält Elfmeter von Daniel Humml - SR: Patrick Arnold (Königstein) - Zuschauer: 180

(mam) Mit aufopferungsvollem Einsatz wehrte sich der FC Edelsfeld gegen einen spielerisch überlegenen 1. FC Rieden. Trotz Unterzahl in der zweiten Hälfte hielt der FCE seinen Kasten bis in die Schlussminute sauber und musste dann den deprimierenden Siegtreffer der Riedener einstecken. Die über weite Strecken feldüberlegenen Riedener verpassten schon in der Anfangsphase zwei gute Möglichkeiten. Nach und nach bekamen die Hausherren den Gegner besser in den Griff und kamen selbst zu zwei guten Möglichkeiten durch Ströhl. Ein überzogener Platzverweis gegen Rupprecht spielte den Gästen in die Karten. Die Hausherren mussten sich auf das Verteidigen verlegen und es entwickelte sich eine Abwehrschlacht mit gelegentlichen Kontern.

Die Riedener mit Dreh- und Angelpunkt Humml vergaben die herausgespielten Chancen. Nach einem sauberen Tackling von Mauritz zeigte der Schiri dennoch auf den Elfmeterpunkt, aber Keeper Fischer parierte den von Humml geschossenen Elfer. Am Ende der Kräfte musste der FCE in der 90. Minute nach einem schnell ausgeführten Freistoß doch noch den Riedener Siegtreffer hinnehmen.

TSV Eslarn 0:3 (0:2) Germania Amberg

Tore: 0:1 (2., Foulelfmeter) Iwan Riel, 0:2/0:3 (8., Foulelfmeter/37.) Florian Danzer - Gelb/Rot : (23.) Ondrej Kral (Eslarn), wiederholtes Foulspiel - Rot: (67.) Jacob Kohler (Germania), Notbremse - SR: Fritz Krailinger (Störnstein) - Zuschauer : 100

Im Duell der Tabellennachbarn erwischten die Amberger einen Blitzstart. Nach acht Minuten führten die Gäste durch zwei Foulelfmeter mit 0:2. Germanen-Stürmer Danzer wurde zweimal regelwidrig von den Beinen geholt. Eslarn erholte sich von diesem Doppelschlag nur nach und nach und fand leicht in die Partie zurück. Als der TSV dann in der 23. Minute nach einem Platzverweis nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand, tat sich die Heimmannschaft schwer. Das entscheidende 0:3 erzielte der beste Amberger, Florian Danzer, als er nach einem schönen Zuspiel in die Spitze frei stehend vor dem Eslarner Schlussmann einschob. Nach dem Wechsel wurde das Spiel des öfteren durch kleinere Fouls unterbrochen. In der 67. Minute dezimierten sich auch die Gäste. Kohler sah nach einer Notbremse Rot. Aus dem folgendem Freistoß konnte der TSV kein Kapital schlagen. Germania nahm verdient die Punkte mit nach Amberg und verschafft sich somit ein Fünf-Punkte-Polster auf den TSV Eslarn, der weiter auf dem Relegationsplatz stehen bleibt.
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