Rassistische Beleidigung: Sportgericht fällt Urteil
"Wir haben schwer überlegt"

Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
05.09.2017
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Amberg. Drei Wochen nach dem Spielabbruch der Partie DJK Ensdorf gegen den 1. FC Schmidgaden in der Fußball-Bezirksliga Nord hat das Bezirkssportgericht ein Urteil gefällt. Auslöser des abrupten Endes in der 70. Minute war eine Äußerung eines Zuschauers, der den Schiedsrichter "rassistisch beleidigt" hatte.

Das Dreiergremium der Sportrichter Hans Höfler, Dieter Schmidt und Herbert Rudolph - in Vertretung des im Urlaub weilenden Vorsitzenden Josef Wein - musste entscheiden, ob der Abbruch den Regeln entsprach, und wie der Zuschauer sowie der 1. FC Schmidgaden zu bestrafen sei.

"Wir haben schwer überlegt und lange debattiert, und sind zu der Entscheidung gekommen, dass dieser Grenzfall es gerade noch gerechtfertigt hat, das Spiel abzubrechen", erklärt Höfler und unterstreicht, dass "in diesem besonderen Fall der Referee korrekt gehandelt hat", denn der Schiedsrichter war bereits einige Zeit zuvor bei einem Spiel rassistisch beleidigt worden.

Der Spielabbruch war also regelkonform, der Zuschauer - ein Mitglied des 1. FC Schmidgaden - und der Verein wurden mit einer Geldstrafe belegt.

Bei der Wertung des Spieles waren sich die drei Richter einig: "Es wird so gewertet, wie das Ergebnis beim Spielabbruch war, also mit 3:0 für die DJK Ensdorf", sagt Höfler. Die DJK kletterte damit auf den zweiten Platz in der Bezirksliga Nord.

Dieser Grenzfall hat es gerade noch gerechtfertigt, das Spiel abzubrechen.Hans Höfler vom Bezirkssportgericht
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