11.03.2018 - 16:14 Uhr

Sportlerehrung des Landkreises Amberg-Sulzbach "Äh, ich mache Kickboxen"

"Jetzt gehe ich erstmal weg von den Turnmatten, damit hier kein falscher Eindruck entsteht", begrüßt Landrat Richard Reisinger in seiner bekannt saloppen Art die Gäste am Freitagabend im Kulturschloss Theuern. Ein Medaillen-Marathon steht auf dem Programm. Und nicht alle tanzen.

Die Sportler des Jahres im Landkreis Amberg-Sulzbach (von links): Nick Kellermann (Platz 3), Tim Wild (Platz 2), Florian Bauer (Platz 1), Landrat Richard Reisinger, Corinna Schwab (Platz 3), Miriam Reisnecker (Platz 2) und Katrin Fehm (Platz1) Bild: kge
von Karin HegenProfil

Theuern. Die Sportlerehrung des Landkreises Amberg-Sulzbach mit der abschließenden Bekanntgabe der Sportler des Jahres 2017. Wie immer wurden diese vom Publikum gewählt, doch zuvor wanderten 295 Auszeichnungen durch seine Hände und die Namen der Geehrten durch den Raum. Dabei war es wie jedes Jahr üblich, dass Vereinsmitglieder für ihre Kameraden, die aufgrund von Wettkämpfen oder der anhaltenden Grippewelle nicht persönlich erschienen waren, die Plaketten in Empfang zu nehmen.

"Fast peinlich"

Für besondere Verdienste im Sport zeigten Thomas Gebele und Helga Powalla für den bayerischen Landes-Sportverband mit Urkunde und silberner Verdienstplakette dem Landrat ihre Wertschätzung: "Das ist mir gegenüber meinen Sportlehrern fast peinlich."

Von insgesamt 63 Vereinen war die Schützengesellschaft Diana Hirschau an erster Stelle mit 25 Preisträgern. Gefolgt wurde sie vom Radfahrverein Eintracht Elbart mit 16 und beim kurzen Small Talk auf der Bühne erfuhr man auf Nachfrage von Linus Wiesneth, dass sich Richard Reisinger nun tatsächlich ein E-Bike zugelegt hatte. Und wie unangenehm es sein kann, dieses bei leerem Akku bergauf schieben zu müssen. Für die Mannschaft der Wasserwacht Ortsgruppe Vilstal-Kümmersbruck, die es zum Bayerischen Meister im Rettungsschwimmen geschafft hat, hatte er besonders lobende Worte, da diese Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement für den Wassersport unentbehrlich sind.

"Ab 18 Senior"

Für eine lockere Atmosphäre sorgten ebenfalls Äußerungen wie "beim Taekwondo ist man ab 18 Senior" oder "Matsog - das ist Draufhaua." Viele Lacher erntete der Moderator auf sein Bekenntnis: "Ich bewundere, wenn jemand gerne tanzt. Wo ist denn ihre Partnerin?" und er von Nick Kellermann zur Antwort bekam: "Äh, ich mache Kickboxen." Mit dem jüngsten Preisträger Theo Wild (8 Jahre und dritter Deutscher Meister im Wasserski-Slalom Altersklasse U 10) fachsimpelte der Landrat darüber, ob Stürze am Wasser wehtun. Dieser konnte sich zum Ende der Veranstaltung mit seinem Bruder Tim (Deutscher Meister im Trickski, Springen und Kombination) über dessen Wahl zum zweiten Sportler des Jahres und einem wohlverdienten Eisgutschein freuen.

"Sehen sie sich die Damen nochmal an, denn ich denke sie werden in Zukunft nicht mehr viel Zeit haben." Die Rede war von Corinna Schwab (Platz 3 der Publikumslieblinge) und Katrin Fehm, der Gewinnerin. Mit Platz zwei standen Miriam Reisnecker (Deutsche Meisterin im Skilanglauf), Nick Kellermann (3. Platz der Herren) und der Sieger Florian Bauer (Deutscher Meister im Schwimmen über 4 x 200 m Freistil) zum Gruppenbild abschließend auf der Bühne.

Anspruchsvolle Unterhaltung

Mit Showeinlagen des SV Freudenberg "Luftartistik", des SV Schmidmühlen "Dancemotion" und der Tanzschule Schwandner "Hip-Hop und Break-Dance" wurden die langen Vergabereihen - 98 mal Bronze, 164 Silber und 33 Gold - dem Publikum anspruchsvolle Unterhaltung geboten. Mit viel Spaß und Können zeigten die Kinder und Jugendlichen Sport von einer anderen Seite.Tanja Klemenz

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