Tischtennis
Es geht auch ohne Spitzenfrau

Andreas Lindner (links) kämpfte vergeblich für den SV Hahnbach im Spitzenspiel gegen Schnaittenbach. Bild: brü
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
06.12.2016
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Der Tabellenführer TuS Schnaittenbach II bleibt in der 3. Bezirksliga-West-Herren das einzige Team ohne Punktverlust. Die Ehenbachtaler setzten sich beim Tabellenzweiten SV Hahnbach knapp mit 9:7 durch.

Amberg. Während die Gastgeber gar mit sieben Aktiven an die Tische gingen, fehlte beim TuS mit Ivanka Bilobrk die Spitzenfrau. Der TuS wartete in Hahnbach mit einer überraschenden Doppelaufstellung auf. Er stellte Stanislaw Bosina/Matthias Stepan an Nr. 2, also gegen das Einserdoppel der Hausherren, Martin Dvorak/Alan Macziek. Dieser Mut wurde mit einem 3:2 belohnt. Nils Baierl/Holger Strobl erhöhten für den TuS gegen Bastian Freisinger/Christian Banzer auf 2:0. Andreas Lindner/Josef Bauer verkürzten für den SV mit einem 3:1 über Klaus Baierl/Felix Hiemer auf 1:2.

Im Spitzenpaarkreuz machte sich das Fehlen der Schnaittenbacher Nr. 1 deutlich bemerkbar. Stanislaw Bosina erzielte gegen Alan Macziek den einzigen Punkt. Matthias Stepan scheiterte knapp mit 2:3 an Martin Dvorak. In Durchgang zwei holten der SV beide Top-Einzel und ging sogar mit 7:4 in Führung. Besser lief es für den Tabellenführer in der Mitte. Während Nils Baierl dem erfahrenen Michael Weiß 0:3 unterlag, ließ sein Vater Klaus dem jungen Bastian Freisinger keine Chance. In der "zweiten Halbzeit" gingen beide Zähler an die beiden Baierls. Zwei unterschiedlicher Gesichter präsentierte das Schlusspaarkreuz.

Schnaittenbachs Ersatzmann Felix Hiemer und Holger Strobl mussten sich zunächst jeweils im Entscheidungssatz Andreas Lindner und Christian Banzer beugen. Im zweiten Durchgang drehten sie den Spieß um und gaben den Hahnbachern mit 3:1 das Nachsehen. Mit vier Siegen in Folge hatte Schnaittenbach aus dem 4:7 ein 8:7 gemacht. Ein Unentschieden war also sicher. Doch die Ehenbachtaler wollten mehr. Zur Freude ihrer Teamkollegen holten Nils Baierl/Holger Strobl in drei spannenden Sätzen gegen Marin Dvorak/Alan Macziek den Punkt zum 9:7 Erfolg.

Neun Anläufe benötigte der TTC Kolping Hirschau, um den ersten Zähler zu holen. Das Schlusslicht der 2. Bezirksliga-Süd-Herren schaffte vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenachten SC Sinzing ein 8:8 Unentschieden. Die Kaolinstädter erzielten im Spitzenpaarkreuz drei Punkte. In der Mitte und im Schlusspaarkreuz teilte man sich die Zähler. Bei den Doppeln schwächelten die Hausherren, denn sie gewannen nur ein einziges. Das war zu wenig. So blieb es nur bei dem einen Punkt. Ob der den Hirschauern auf den Weg zum Klassenerhalt hilfreich sein wird, muss die Rückrunde zeigen.

Der SV Etzelwang und der TuS Rosenberg waren am Samstag zum Nichtstun verurteilt. Die Gegner, der TV Etterzhausen (Grund unbekannt) und die zweitplatzierte SG Post/Süd Regensburg (kurzfristige Personalprobleme) kamen nicht zu den fälligen Auswärtsbegegnungen in den Kreis Amberg. Die SV-ler und der TuS freuten sich über die kampflosen Punkte.

Recht gut verdaut zu haben schien des SV Hahnbach die Niederlage in der Spitzenpartie gegen Schnaittenbach II. Tags darauf fertigten die SV-ler den SVE Seubersdorf auf dessen Tischen mit 9:2 ab. So klar wie es das Ergebnis vorgibt, war die Begegnung aber nicht. Die Hahnbacher holten sich alle vier Fünf-Satz-Matches. Martin Dvorak musste sogar zweimal in die Verlängerung. Für die Seubersdorfer bedeutete das die zweite Niederlage am Wochenende. Zuvor hatten sie beim TV Amberg mit 3:9 den Kürzeren gezogen. Pechvogel der Amberger beim vierten Saisonsieg war Ralf Deiler. Er verlor seine beiden Einzel und zusammen mit Markus Meier das Doppel.

Einen tollen Start erwischte der TTSC Kümmersbruck im Heimspiel gegen den BSC Woffenbach. Nach den Doppeln führte der TTSC mit 3:0. Diesen Vorsprung hielten die Gastgeber durch Siege von Andreas Römer (3:1 über Jonas Wittmann), Oliver Günther (3:1 über Robert Kraus) und André Sailer (3:2 über Kurt Walther). Als Wolfgang Hummel und Andreas Römer zu Beginn des zweiten Durchgangs auf 8:3 erhöhten, schien die Sache gelaufen. Doch plötzlich riss der Faden. Als dann auch noch Jens Günther an Robert Kraus 2:3 scheiterte, hatte Kümmersbruck nichts mehr zuzusetzen. So musste man sich am Ende mit einem 8:8 Unentschieden zufrieden geben.

Keine Probleme bereitete Schlusslicht BSC Woffenbach II dem gastgebenden TTC Luitpoldhütte. In der sehr einseitigen Begegnung musste nur Roland Wiesgickl der Woffenbacher Nr. 1 Eugeniusz Wawrzyniak zum Sieg gratulieren. Alle anderen Spiele gingen an die Hausherren. Mit diesem klaren 9:1 beendete der TTC die Vorrunde.
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