02.07.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Als die Mauer ein Dorf trennte VdK-Mitglieder in Mödlareuth

Rieden. (sön) Mitglieder des VdK-Ortsverbands besuchten das deutsch-deutsche Museum in Mödlareuth, das die Geschichte eines einst geteilten Dorfes erzählt. "Little Berlin" nannten die Amerikaner dieses Örtchen am Ende der Welt, das ebenso wie sein großer Bruder zum Symbol der deutschen Teilung wurde. In Mödlareuth gab es auch eine Mauer, aber keinen Checkpoint. Mehr als 37 Jahre war es nicht möglich, auf legale Weise von einem in den anderen Ortsteil zu gelangen. Es war sogar verboten, von Ost nach West zu winken. Der Tannbach war die Demarkationslinie zwischen Mödlareuth-Ost in der sowjetischen und Mödlareuth-West in der amerikanischen Besatzungszone nach 1948. Anfang Juni 1952 habe die erste Zwangsaussiedlungswelle entlang der innerdeutschen Grenze begonnen, erfuhren die Museumsbesucher aus Rieden, Vilshofen und Ensdorf. Tausende von DDR-Bürgern wurden damals aus den grenznahen Bereichen ins Hinterland umgesiedelt, ihre Anwesen zum Teil dem Erdboden gleichgemacht. Mit der Errichtung eines übermannshohen Bretterzaunes wurde die totale Abgrenzung der beiden Ortsteile eingeleitet. 1964 machte eine Plattenwand aus Beton- und Holzelementen mit Stahlabweisern diese Grenze unüberwindbar. In Bärnau besichtigten die Reiseteilnehmer aus dem Vilstal anschließend noch das Knopfmuseum. Bild: sön

von Hubert SöllnerProfil
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