23.04.2018 - 12:14 Uhr
Oberpfalz

Bayerische Impfwoche läuft noch bis 29. April Ziel: Impflücken schließen

Amberg-Sulzbach. Ziel ist es, die Menschen zu überzeugen, vergessene oder übersehene Impfungen nachzuholen: Die Bayerische Impfwoche wirbt dafür bayernweit bis Sonntag, 29. April, mit dem Motto "Schutz des Neugeborenen: Ihr Impfschutz ist auch sein Schutz".

Noch bis Sonntag wirbt eine bayernweite Impfwoche dafür, Impflücken zu schließen.
von Externer BeitragProfil

Das Gesundheitsamt Amberg und der Ärztliche Kreisverband Amberg-Sulzbach unterstützen dies. "Ein geimpftes Umfeld ist gerade für das Neugeborene sehr wichtig, um es möglichst weitgehend vor der Übertragung von Infektionen zu schützen", erklärt der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes, Dr. Martin Pöllath. Jährlich erkrankten Neugeborene schwer an Infektionskrankheiten, für die es eigentlich einen Impfschutz gäbe. So seien beispielsweise in Deutschland 2016 drei Säuglinge durch Keuchhusten gestorben. Auch Masern sind laut Pöllath in den ersten Lebensjahren eine große Gefahr - durch schwere Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnhautentzündung. Eine Grippeinfektion in den ersten Lebenswochen könne ebenfalls oft einen schweren Verlauf nehmen - mit hohem Fieber, einer Austrocknung des Körpers und der Gefahr einer Hirnschädigung.

Die Impfwoche richte sich deshalb diesmal "besonders an drei Zielgruppen: Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und alle weiteren Kontaktpersonen von Neugeborenen", berichtet der Leiter des Gesundheitsamtes Amberg, Dr. Roland Brey. Bereits in der Schwangerschaft könnten einige Infektionskrankheiten für den Embryo gefährlich sein.

Dazu gehörten etwa eine Rötelninfektion der Mutter, Windpocken oder Grippe. Hier sei es wichtig, dass sich Frauen bereits vorher impfen lassen, da dies zum Teil während einer Schwangerschaft nicht möglich ist - etwa die Masern-, Mumps- Röteln- oder Windpockenimpfung. Schwangeren werde auch ein Grippe-Schutz in der Regel ab dem vierten Monat empfohlen. Da Neugeborene nicht sofort geimpft werden können, sei es besonders wichtig, dass dies zumindest in ihrem Umfeld der Fall ist.Das Gesundheitsamt Amberg empfiehlt jedem Erwachsenen folgende Impfungen: Auffrischung gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie und Keuchhusten. Dr. Pöllath und Dr. Brey hoffen auch, dass die diesjährige schwere Grippewelle mit rund 1500 laborbestätigten Erkrankungen in Stadt und Landkreis zu einer verstärkten Inanspruchnahme der Grippeimpfung führt.

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