23.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bildungsprogramm "Landwirt" absolviert Neben dem Beruf zwei Jahre Ausbildung

Altmannshof. "Den Landwirt brauchen wir immer", betonte Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (CSU) bei der Verabschiedung der Absolventen aus dem Bildungsprogramm "Landwirt" - und der Landwirt brauche Sachwissen und Kompetenz. Parlamentskollege Reinhold Strobl (SPD) meinte, es verdiene Respekt, parallel zum Beruf zwei Jahre lang auch noch eine landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren. Bei der Feierstunde im Gasthof Kopf in Altmannshof hob Landwirtschaftsdirektor Reinhold Kräckl hervor, dass sich das Bildungsprogramm "Landwirt" (Bila) über zwei Jahre hinziehe. Es werde neben einer normalen Berufstätigkeit absolviert und ende mit dem Gehilfenbrief als Landwirt.

Anton Siegert (Vierter von links) und Johannes Gehr (Vierter von rechts) gehörten zu den Prüfungsbesten. Dazu gratulierten ihnen (von links) Reinhold Kräckl (AELF), Robert Pirner (BBV), stellvertretender Landrat Franz Birkl, MdL Harald Schwartz, Bildungsberater Johannes Völkl, MdL Reinhold Strobl und Josef Schmidt (AELF). Bild: gf
von Autor GFRProfil

Von ursprünglich 32 Teilnehmern haben 17 die Abschlussprüfung gemacht. Landwirtschaftsdirektor Josef Schmidt ergänzte, dass die Absolventen eine fundierte Grundausbildung durchlaufen hätten, denn "Landwirtschaft so ganz nebenbei" funktioniere nicht. Der Landwirt produziere Lebensmittel und der sensible Verbraucher erwarte die dafür notwendige Sachkenntnis. Wer Nutztiere halte, müsse darüber Bescheid wissen. Auch der Sachkundenachweis zum Pflanzenschutz sei nötig. Alle Kursteilnehmer seien berufstätig und hätten viel Freizeit geopfert, um an gut 90 Abenden oder Wochenenden die zusätzliche Ausbildung zu durchlaufen. Schwerpunkte seien Pflanzenbau, tierische Erzeugung (Kälber-/Jungviehaufzucht, Milchvieh-/Zuchtsauenhaltung und Schweinemast), Betriebswirtschaft und Waldbau.

Dozenten kamen von Landwirtschaftsamt, Maschinenring, Forstverwaltung, Bauernverband und Landwirtschaftlicher Berufsgenossenschaft. Laut Johannes Völk, Bildungsberater am AELF Weiden, liefen die schriftlichen Prüfungen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Neustadt/WN und an den Landwirtschaftsämtern in Amberg und Tirschenreuth. Der praktische Teil folgte im Lehrversuchszentrum Almesbach (Weiden) in den Ausbildungsbetrieben Ralf Schieder (Klobenreuth) und Martin Fütterer (Erbendorf).Hintergrund

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