Bildungsprogramm "Landwirt" absolviert
Neben dem Beruf zwei Jahre Ausbildung

Anton Siegert (Vierter von links) und Johannes Gehr (Vierter von rechts) gehörten zu den Prüfungsbesten. Dazu gratulierten ihnen (von links) Reinhold Kräckl (AELF), Robert Pirner (BBV), stellvertretender Landrat Franz Birkl, MdL Harald Schwartz, Bildungsberater Johannes Völkl, MdL Reinhold Strobl und Josef Schmidt (AELF). Bild: gf

Altmannshof. "Den Landwirt brauchen wir immer", betonte Landtagsabgeordneter Harald Schwartz (CSU) bei der Verabschiedung der Absolventen aus dem Bildungsprogramm "Landwirt" - und der Landwirt brauche Sachwissen und Kompetenz. Parlamentskollege Reinhold Strobl (SPD) meinte, es verdiene Respekt, parallel zum Beruf zwei Jahre lang auch noch eine landwirtschaftliche Ausbildung zu absolvieren. Bei der Feierstunde im Gasthof Kopf in Altmannshof hob Landwirtschaftsdirektor Reinhold Kräckl hervor, dass sich das Bildungsprogramm "Landwirt" (Bila) über zwei Jahre hinziehe. Es werde neben einer normalen Berufstätigkeit absolviert und ende mit dem Gehilfenbrief als Landwirt.

Von ursprünglich 32 Teilnehmern haben 17 die Abschlussprüfung gemacht. Landwirtschaftsdirektor Josef Schmidt ergänzte, dass die Absolventen eine fundierte Grundausbildung durchlaufen hätten, denn "Landwirtschaft so ganz nebenbei" funktioniere nicht. Der Landwirt produziere Lebensmittel und der sensible Verbraucher erwarte die dafür notwendige Sachkenntnis. Wer Nutztiere halte, müsse darüber Bescheid wissen. Auch der Sachkundenachweis zum Pflanzenschutz sei nötig. Alle Kursteilnehmer seien berufstätig und hätten viel Freizeit geopfert, um an gut 90 Abenden oder Wochenenden die zusätzliche Ausbildung zu durchlaufen. Schwerpunkte seien Pflanzenbau, tierische Erzeugung (Kälber-/Jungviehaufzucht, Milchvieh-/Zuchtsauenhaltung und Schweinemast), Betriebswirtschaft und Waldbau.

Dozenten kamen von Landwirtschaftsamt, Maschinenring, Forstverwaltung, Bauernverband und Landwirtschaftlicher Berufsgenossenschaft. Laut Johannes Völk, Bildungsberater am AELF Weiden, liefen die schriftlichen Prüfungen am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Neustadt/WN und an den Landwirtschaftsämtern in Amberg und Tirschenreuth. Der praktische Teil folgte im Lehrversuchszentrum Almesbach (Weiden) in den Ausbildungsbetrieben Ralf Schieder (Klobenreuth) und Martin Fütterer (Erbendorf).

Hintergrund

Mit der Prüfung sei der Grundstein für den Beruf des Landwirts gelegt - um den wachsenden Anforderungen in diesem Beruf auch in Zukunft gerecht zu werden, betonte Johannes Völkl (AELF Weiden). Stellvertretender Landrat Franz Birkl machte deutlich, dass der Landwirt stets von der Gesellschaft begutachtet werde: Deshalb brauche es qualifizierte Nachwuchskräfte. Stellvertretender BBV-Obmann Robert Pirner meinte, dass sich die Kursteilnehmer zu einem Beruf bekannt hätten, der auch in Zukunft nicht wegzudenken sei. Auf den Haupt- oder Nebenerwerbslandwirt kämen täglich neue Reglementierungen, Vorschriften oder Kontrollen zu. Auch Vorwürfe müsse er wegstecken. All dies mache es ihm nicht leicht, die Freude am Beruf aufrechtzuerhalten. Der Bauernverband sei die Gewerkschaft der Landwirte, betonte Robert Pirner - und der Einsatz für diesen Beruf lohne sich immer. Stellvertretend für die Teilnehmer sagte Anton Siegert, dass der Kurs nicht "mit links" zu machen gewesen sei. Die Prüfungsbesten waren Anton Siegert aus Schnaittenbach, Martin Renner aus Königstein sowie Johannes Gehr aus Pfaffenhofen. (gfr)
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