Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume, blockierte Straßen [Aktualisierung: Weitere Bilder]
Unwetter über der Oberpfalz

(Foto: Heike Unger)
Vermischtes
Kreis Amberg-Sulzbach
10.08.2017
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Hunderte umgestürzte Bäume, eine gesperrte Bahnstrecke und eine völlig unpassierbare Staatsstraße - schwere Unwetter haben die Feuerwehren in der Oberpfalz in der Nacht auf Donnerstag in Atem gehalten. Besonders schwer traf es den Landkreis Amberg-Sulzbach.

 
Die Polizeieinsatzzentrale in Regensburg hatte allein von 22.15 Uhr bis Mitternacht etwa 20 unwetterbedingte Einsätze registriert. Betroffen waren Gebiete in der mittleren und nördlichen Oberpfalz.
 
Der Großteil der Einsätze bezog sich laut Polizeiangaben auf umgestürzte Bäume und den damit verbundenen Schäden und Verkehrsbehinderungen. In Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach) fielen mehrere Bäume auf die Gleise der Bahnstrecke von Weiden nach Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg.
 
Laut Auskunft der DB-Notfallleitstelle in München war die Strecke für etwa zwei Stunden gesperrt. Ein Personenzug der DB-Regio mit nur wenigen Fahrgästen an Bord konnte erst weiterfahren, nachdem Feuerwehrkräfte alle Bäume beseitigt hatten.

Im Vilsecker Ortsteil Ködritz wurde ein Kindertrampolin gegen einen geparkten Pkw geweht. Die Staatsstraße 2166 war zwischen Vilseck und Sigl längere Zeit nicht passierbar, weil auf einer Länge von etwa 250 Metern zahlreiche Bäume umgestürzt waren und die Fahrbahn blockiert hatten. Auslöser war vermutlich eine Windhose.


Auf der Karte ist die Gewitterzelle bei Vilseck gut zu erkennen. screenshot: kachelmannwetter.com

Weitere umgestürzte Bäume wurden aus den Landkreisen Neustadt/WN sowie Neumarkt gemeldet. In Postbauer-Heng (Landkreis Neumarkt) standen mehrere Keller unter Wasser, zudem war die Neumarkter Straße kurzzeitig überflutet.


 

Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden laut Polizeiangaben bei dem Unwetter keine Personen verletzt.



Was ist ein Tornado? Was ist ein Tornado und wie entsteht er?
  • Tornados sind Wirbelstürme. Sie entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten in Mitteleuropa häufig zusammen mit Gewittern auf.
  • Ein Tornado bildet sich nach Angaben von Experten nur unter bestimmten Konstellationen. Wichtige "Zutaten" sind: große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein "Rüssel" aussieht.
  • Tornados können im Extremfall Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern erreichen, in der Regel sind es aber etwa Tempo 120 in den Böen. Schwächt ein Tornado ab, lässt er alles wieder fallen, was er aufgesogen hat.
  • Den im Volksmund gebräuchlichen Begriff "Windhose" benutzen Meteorologen selten, weil er das meist folgenreiche Wetterphänomen ihrer Ansicht nach verniedlicht.
  • Tornados können aufgrund ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens nicht vorausgesagt werden. In europäischen Breiten löst sich das Phänomen in der Regel nach wenigen Minuten wieder auf, hinterlässt aber häufig deutliche Schäden. (dpa)


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