Bundespräsident verleiht Verdienstmedaille
"Menschen wie Sie sind unbezahlbar"

Gratulation zur Verdienstmedaille (von links): Annelies Weiß, Franz Weiß, Bürgermeister Alwin Märkl, Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Michael Göth, Dr. Adolf Rank und Ingeborg Rank. Bild: Hartl

Die festliche Weihnachtssitzung des Kreistags auf Burg Dagestein in Vilseck war Anlass, zwei verdiente Landkreisbürger besonders zu ehren. Bundespräsident Joachim Gauck hat Dr. Adolf Rank aus Sulzbach-Rosenberg und Franz Weiß aus Lintach (Gemeinde Freudenberg) jeweils die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Landrat Richard Reisinger händigte die Auszeichnung aus.

Dr. Adolf Rank habe nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben bei der Maxhütte mit fast 60 Jahren die Chance ergriffen, etwas völlig Neues zu wagen, erklärte der Landrat. Er begann, in Erlangen evangelische Theologie zu studieren. Dieses Studium schloss Rank mit einer Dissertation über "Sulzbach im Zeichen der Gegenreformation 1627 bis 1649" ab und promovierte im Dezember 2001 zum Doktor der Theologie. "Sie sind also nicht nur ein Mann der Technik, sondern auch ein Doktor der Geisteswissenschaften", sagte Reisinger. Noch dazu engagiere sich der Sulzbach-Rosenberger seit vielen Jahren weit über das normale Maß hinaus ehrenamtlich. So betreut er seit 20 Jahren die historische Bibliothek und die Kirchenbücher des Evangelisch-Lutherischen Dekanats, setze sich für die Forschung zur Stadtgeschichte ein und helfe "ganz nebenbei" bei der Erfassung des wertvollen Inventars der früheren Buchhandlung Seidel.

Franz Weiß ist seit vielen Jahren sowohl in der Dorfgemeinschaft Lintach als auch in der Kommunalpolitik der Gemeinde Freudenberg engagiert. Seit 1996 gehört er dem Gemeinderat an, seit 2014 ist er 2. Bürgermeister. Weiß hat die Feuerwehr Lintach über viele Jahre hinweg geprägt. "Sie gelten heute noch als Antreiber im Festausschuss zum 125. Gründungsjubiläum", würdigte der Landrat seine Verdienste. Auch die Pfarrei St. Walburga könne immer auf Weiß zählen. Er sei seit 30 Jahren Kirchenpfleger und maßgeblich an der Planung der Außenrenovierung der Lintacher Pfarrkirche sowie an der Errichtung des Pfarrheims, der Erweiterung des Friedhofs und dem Bau des Kindergartens beteiligt gewesen. "Menschen wie Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar", schrieb Reisinger beiden ins Stammbuch.
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