15.11.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Conrads spenden 20000 Euro für Nepal Africa-Luz hilft Flut-Opfern

Tagelanger Monsunregen hat im August in Nepal zu einer beispiellosen Hochwasser-Katastrophe geführt. Auch der Ort Sauraha blieb nicht verschont: Hier hat Africa Luz drei Projekte finanziert - das "Kinderhaus Dr. Dausch", eine Elefantendungfabrik und eine Notfallklinik.

Auch das Kinderhaus Dr. Dausch mit dem darin eingerichteten Verkaufsraum für Elefantendungpapier (r.) in Sauraha blieb von der Hochwasserkatastrophe in Nepal nicht verschont. Bis zu einen Meter hoch stand das Wasser in dem von Africa-Luz finanzierten Gebäude und richtete hohen Schaden an.
von Werner SchulzProfil

Sauraha/Amberg-Sulzbach. Die schon seit dem Frühjahr geplante Nepal-Reise der Africa-Luz-Mitarbeiterinnen Bärbel Birner und Isabelle Haustein bekam nach der Flutkatastrophe völlig andere Vorzeichen. Eigentlich wollten die Africa-Luz-Vertreterinnen Ende Oktober in dem 2015 eingeweihten Ambulatorium nach dem Rechten sehen, zusätzlichen Bedarf ermitteln und bei Augenuntersuchungen und Operationen helfen.

Dass auch Sauraha vom Hochwasser heimgesucht wurde, hatte die ehrenamtliche Africa-Luz-Geschäftsführerin Bärbel Birner von Sher Kintzl-Bahadur erfahren - dem Vizepräsidenten von Green Society Nepal, mit dem man seit Jahren eng zusammenarbeitet. Seine Fotos zeigten: Die Fluten haben viele Häuser zerstört und die Bewohner obdachlos gemacht. Ähnlich war es Birner und Haustein im Oktober 2015 ergangen - nach dem Erdbeben in Nepal. Nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung durch Klaus und Gertrud Conrad half Africa Luz damals mit Gütern verschiedener Art.

Auch jetzt ermöglichten es die Conrads mit einer 20 000-Euro-Spende, dass Birner und Haustein die Not lindern konnten. Am nötigsten war dies für 30 Familien, deren Häuser von den meterhohen Fluten total zerstört worden waren. Dank der Conrad-Spende bekam jede dieser mit dem Häuseraufbau beschäftigten Familien 500 Euro.

Einen Meter unter Wasser stand das Dr.-Dausch-Kinderhaus: Fußboden und Wände sind kaputt und müssen von Grund auf renoviert werden. Völlig verwüstet wurde das Inventar der dort untergebrachten Nähschule, in der Mädchen das Schneiderinnen-Handwerk erlernen. Das Hochwasser hat alle Utensilien einschließlich der Nähmaschinen unbrauchbar gemacht. Erwischt hat es auch den im Kinderhaus eingerichteten Schreibwarenladen für Elefantendungpapier. Auch dort wurde mit der Sanierung bereits begonnen. Erleichtert war man darüber, dass die Elefantendungfabrik und vor allem das Ambulatorium vom Hochwasser verschont geblieben sind.

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