CSA-Lehrgang für Spezialkräfte der Feuerwehr
Im Ernstfall gut geschützt

Den CSA-Wiederholungslehrgang schließen 14 Feuerwehrleute mit Erfolg ab.
 
Viel Fingerspitzengefühl ist bei einer Probenahme gefragt. Bilder: exb (2)

Die Schutzkleidung richtig anzulegen, ist wichtig. Nicht minder bedeutsam ist es, die Stoffe zu bestimmen. Gefahrguteinsätze verlangen den Feuerwehrleuten einiges ab. Doch sie sind für den Ernstfall bestens gerüstet.

Amberg-Sulzbach . Zum ersten Wiederholungslehrgang für die Träger von Chemikalienschutzanzügen (CSA) hat der Fachbereiche Gefahrgut der Landkreis-Feuerwehr die Feuerwehr Auerbach eingeladen. Zusammen mit sechs Ausbildern schulte Kreisbrandmeister Alexander Graf fanden die 14 Feuerwehrmänner. Auerbach ist einer von vier Standorten im Landkreis, der schwere (Chemikalienschutzanzüge verhält.

Mit dem Wiederholungslehrgang knüpften die Teilnehmer an die Ausbildung an. Geschult wurden die Aktiven an verschiedenen Gerätschaften. Zudem ging es um die Arbeitsabläufe bei der Erkundung, der Stoff-Erkennung und beim Messen von Gefahrstoffen. Die Ausbilder sprachen die enorme Belastung an, die Chemikalienschutzanzüge mit sich bringen. In dem schweren Schutzanzug sei man "eingeengt und von der Außenwelt abgeschnitten". Markus Held ging im theoretischen Unterricht auf die Themen Messen, Erkunden und Abdichten ein. Der praktische Teil fand nach dem Mittagessen in der Fahrzeughalle und auf dem Übungsplatz der Auerbacher statt.

ph-Wert bestimmen

Dort war ein Parcours aufgebaut. Die Aktiven mussten in schweren Chemikalienschutzanzügen verschiedene Stationen bewältigen. Zunächst galt es, die Schutzkleidung richtig anzulegen. An der nächsten Station mussten sie verschiedene flüssige Stoffe mit Hilfe von Teststreifen bestimmen beziehungsweise den pH-Wert festlegen - keine leichte Aufgabe, denn im Ganzkörperanzug hat man eine eingeschränkte Sicht und muss aus kleinen Öffnungen die Probe entnehmen.

Eine weitere Aufgabe war, verschiedene Gase festzustellen. Dabei kam der sogenannte Explotrainers, ein Übungsmessgerät des Landkreises, zum Einsatz. Mit ihm können verschiedene Gase simuliert und nach ihren Eigenschaften richtig gemessen werden. An der nächsten Station wartete die nächste Aufgabe: Die Aktiven mussten einen "verunglückten" Lastwagen inspizieren. Dabei war es erforderlich, Warntafel, Gefahrensymbole sowie Art des Schadens und auslaufende Menge per Funk an die Übungsleitung durchgegeben werden. Des Weiteren mussten die Retter eine verletzte, kontaminierte Person aus dem Gefahrenbereich bringen.

Klebrig und knifflig

Die vorletzte Station hielt eine klebrige und knifflige Aufgabe parat: die Leckage mit einer Spezial-Masse abzudichten. Am Ende des Parcours' war ein Dekontaminierplatz eingerichtet. Dort wurden die Chemikalienschutzanzüge gereinigt. Zur Abschlussbesprechung kamen die Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer im Schulungsraum der Auerbacher Feuerwehr ein. Kreisbrandmeister Alexander Graf war zufrieden mit der gezeigten Leistung. Der Lehrgang sei ohne Probleme abgelaufen, sagte er. Wichtig sei, dass auf Landkreisebene alle denselben Wissens- und Ausbildungsstand hätten. Gerade im Bereich Gefahrgut müssten alle Handgriffe sitzen, schärfte er den Teilnehmern ein. Mit dem Lehrgang sei man dem Ziel, im Landkreis Amberg-Sulzbach flächendeckend Spezialkräfte auszubilden, einen Schritt näher gekommen.
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