20.11.2017 - 17:54 Uhr
Oberpfalz

Das 57. Amberger Seminar des BLLV steht bevor Ärger ein Schnippchen schlagen

"Ärger war gestern" - wie es geht, Ärger zu bewältigen, das weiß Philipp Karch. Er ist Hauptreferent beim 57. Amberger Seminar, das sich einmal mehr mit dem beruflichen Alltag der Lehrer befasst.

Philipp Karch. Bild: exb
von Autor KALProfil

Kümmersbruck. Mit dem Amberger Seminar - seit 57 Jahren Tradition - sorgt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) Oberpfalz für inhaltlich vielfältige Fortbildung und Unterstützung von Pädagogen. Erwartet werden am Freitag/Samstag, 24./25. November, wieder über 700 Teilnehmer aus allen Bereichen des Schul- und Erziehungswesens in der Mittelschule Kümmersbruck. Hauptreferent Philipp Karch - Coach, Trainer, Speaker - zeichnet für das Motto "Ärger war gestern" verantwortlich.

BLLV-Bezirksvorsitzende Ursula Schroll sieht die Situation richtig: "Wir leben in stürmischen Zeiten und in Zeiten des Umbruchs. Gesellschaftliche Entwicklungen bilden sich eins zu eins in unseren Schulen ab." Wie die Schule in Zukunft gestaltet und gemeistert werden soll, ist angesichts der vielfältigen Aufgaben von Lehrern ein zentrales BLLV-Thema. Unterstützung durch die Schulverwaltung, die Öffentlichkeit und die Politik wird angemahnt, so dass die "Allzweckwaffe Lehrer" als Erzieher, Sozialarbeiter, Psychologe und Entertainer nicht alleine gelassen wird. Der gesundheitliche Aspekt spielt ebenfalls eine große Rolle.

"Ärgerminimierer" Philipp Karch macht sich in seinem Referat zum Ziel, praxisnahe Kompetenzen zu vermitteln, dass Ärger in produktive Energie umgewandelt werden kann. Auf seiner Homepage verspricht er: "Wie Hirschhausen, nur schlanker und frecher."

Neben der Hauptveranstaltung bietet das Seminar 37 Workshops zu Fachthemen an, etwa aus Deutsch, Mathematik oder dem Schwimmen-Lernen etwa. Die Referentin für das Seminar, Katja Meidenbauer, konnte wiederum qualifizierte Fachkräfte aus allen Bereichen gewinnen, die ihre Erkenntnisse vermitteln.

Daneben findet wie gewohnt eine große Ausstellung von etwa 40 Verlagen statt, die ihr pädagogisches Material präsentieren, betreut von Wolfgang Prasse.

Für die interne Organisation in der Schule sorgt Studienrat Rainer Kaleschke mit seinen zehnten Klassen. Für alle Teilnehmer besteht, da es eine anerkannte Fortbildungsveranstaltung ist, Dienstunfallschutz.

Zur Person

Philipp Karch ist Hauptreferent beim 57. Amberger Seminar. Umweltkommunikation und Politikberatung - das war zunächst der Fokus des diplomierten Landschaftsökologen. 1999 bis 2001 als Dozent an zwei Hochschulen in den USA, veränderte er seinen beruflichen Schwerpunkt. Projekte in Umweltagenturen und andere Tätigkeiten in Kommunikationskontexten ließen ihn erleben, wie Konflikte das Miteinander erschwerten und wie um Lösungen gekämpft wurde. Seit 2011 bietet er branchenunabhängige Coachings und Trainings an, stets mit dem Ziel der Konfliktprävention und der Konfliktlösung.

Er lebt mit seiner Familie in Berlin, ist aber deutschlandweit im Einsatz - die Tätigkeit als Seminarleiter macht dies notwendig.

Seine Aussagen: "Wir haben keine Wahl: Jeder Tag konfrontiert uns mit einer Vielzahl von Konflikt-Angeboten. Ob wir die verbalen Konflikt-Angebote jedoch zu realen Konflikt-Fällen machen, das liegt allein an uns. Wer entscheidend vorankommen will, braucht Strategien zur Ärgerminimierung. Denn wer zunächst seinen Ärger über die andere Person reduziert, kann anschließend viel souveräner und effektiver seinen Standpunkt vertreten. Das Stichwort lautet ,neue Ärgerintelligenz'".

Philipp Karch vermittelt praxisnahe Kompetenzen. Man erfährt, dass bei jedem Ärger auch Ärger über sich selbst vorliegt und lernt, diese Reiz- Reaktionsmuster aufzulösen - wirksam und zeitnah. (kal)

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