Feuerwehrleute äußern Unmut über Missachtung ihrer Anweisungen
Widerborstige Autofahrer werden angezeigt

Hirschau. Der Kreisfeuerwehrverband lädt am 25. November ins Domcom nach Ebermannsdorf zu einem Symposion ein. Dazu werden hochkarätige Referenten wie der Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank erwartet, der den Einsatz beim Zugunglück in Bad Aibling koordinierte hatte.

Eine Fülle weiterer Informationen hatten Kreisbrandrat (KBR) Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor (KBI) Martin Schmidt bei der Dienstversammlung des Inspektionsbereichs V im Floriansstüberl des Hirschauer Gerätehauses parat. Schmidt hatte dazu die Kommandanten und Vorsitzenden der 17 Feuerwehren aus Hirschau, Schnaittenbach, Freihung und Gebenbach eingeladen, die seit Juli zum neu gebildeten Bereich V gehören. Ein Thema, das die Gemüter in Wallung bringt, ist die zunehmende Respektlosigkeit von Autofahrern gegenüber Einsatzkräften. Sie sei auch im Landkreis festzustellen. Weiß nannte als Beispiel einen Vorfall in Poppenricht, wo sich ein Autofahrer der Anweisung der mit der Verkehrsumleitung beauftragten Helfer widersetzte und beide gefährdete.

Ähnlich stufte er das rücksichtslose Verhalten eines Autofahrers ein, der beim Freundschaftsmarathon am 17. September zweimal die Absperrungen der Feuerwehr missachtete. Schmidt fand die uneingeschränkte Zustimmung mit seiner Aufforderung, dass sich Feuerwehrleute bei einer Gefährdung das Kfz-Kennzeichen und eine Personenbeschreibung notieren sollten, um die Angelegenheit anzuzeigen.

Nach der Vorstellung des neuen Schiedsrichters Horst Kellner, der von der FFW Seugast zur FFW Schnaittenbach gewechselt ist, informierte Schmidt über die Termine für das Fahrsicherheitstraining, die Leistungsprüfungen und die Wissenstests. Zudem stellte er das Infomaterial für die Aktionswoche vor. In diesem Zusammenhang bat er darum, dass die einzelnen Wehren Berichte über ihre Aktivitäten auf ihrer Homepage veröffentlichen sollten. Heuer seien die Freiplätze für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain an die Wehren in Seugast und Atzmannsricht vergeben worden. Einmal mehr wies KBR Weiß darauf hin, dass sich die Anforderungen an Feuerwehren maßgeblich in Richtung technische Hilfeleistung verändert haben. Gerecht werden könne man dem nur, wenn der allgemeine technische Fortschritt bei den Wehren egalisiert werde. Mit der Bereitstellung von Finanzmitteln hätten die Kommunen die Beschaffung von Hilfeleistungslöschfahrzeugen HLF 20 und eines MLF für ihre Wehren ermöglicht. Für die Aktiven bedeute dies eine aufwändige Ausbildung an den neuen Fahrzeugen.

Zum Symposion am 25. November erwarte man außer KBR Schrank mit Jörg Thöne (Berufsfeuerwehr Hannover) und Dr. Rico Tschirschwitz (Bundesanstalt für Materialforschung) sowie KBM Marcus Gnan weitere kompetente Referenten. Thöne befasse sich mit Drehleitereinsätzen, Tschirschwitz mit dem Verhalten von Druckgasflaschen im Feuer und Gnan mit der taktischen Ventilation.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.