21.03.2018 - 15:14 Uhr

Freisprechung der Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik Schwandorf Und der Obermeister spielt Schlagzeug

Schwandorf. Es war eine Sternstunde in der Reihe der Freisprechungsfeiern der Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik Schwandorf: Obermeister Michael Zinnbauer setzte sich ans Schlagzeug. Mit den "Almdoodlern" spielte er Songs von den Toten Hosen bis Ed Sheeran. Und als Höhepunkt ein Lied von Hubert Treml, mit dem der Regensburger Musikpoet einen Videoclip über die Anlagenmechaniker vertont hat. "Herzinstallateur" heißt der Imagefilm der Innung Heizung, Klima, Sanitär, in dem Schauspielerin Kirstin Rokita und Liedermacher Hubert Treml die vielfältigen Einsatzgebiete eines Installateurs mit Humor und Sexappeal andeuten. Der dreiminütige Clip hatte bei der Freisprechungsfeier der Innung im Fortbildungszentrum Charlottenhof (Schwandorf) Premiere.

Den besten Absolventen (von links, mit Urkunde), Christoph Steinbacher, Stefan Maier, Paula Heuberger, Thomas Häckl, Lukas Leyerer und Fabian Blendl gratulierten die Vertreter der Innung und der Politik. Bild: rhi
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Eine bessere Werbung für unser Handwerk kann es gar nicht geben", schwärmte Kreishandwerksmeister Christian Glaab über den Film, der auch auf You Tube läuft.

"Wir haben riesige Probleme, Fachkräfte zu bekommen", stellte der Schwandorfer Bäckermeister fest. Er forderte die politischen Entscheidungsträger auf, ihre Lippenbekenntnisse zu beenden und der beruflichen Bildung den gleichen Stellenwert zukommen zu lassen wie der akademischen. Dem pflichtete stellvertretender Landrat und Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch bei: "Der Staat finanziert die Universitäten und Fachhochschulen, lässt die Kommunen aber bei den anderen Schulen alleine". Stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Roidl zollte den Handwerkern "allerhöchsten Respekt". Der Obermeister der Metallinnung, Bernhard Stegerer, freut sich über die Blutauffrischung mit neuen Gesellen und gab den freigesprochenen Lehrlingen den guten Rat: "Ihr müsst die Kunden mit eurer Arbeit begeistern."

Die Absolventen

53 Absolventen aus Schwandorf, Cham, Weiden, Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Regensburg bekamen bei der Freisprechungsfeier ihre Zeugnisse. Mit einem Fiasko endete die Prüfung bei den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Von den 31 Teilnehmern fielen neun durch (29 Prozent). Dass die Aufgaben zu lösen waren, bewiesen Paula Heuberger aus Kümmersbruck (190 von 200 möglichen Punkten) und Christoph Steinbacher aus Schwandorf (187), die als beste Absolventen ausgezeichnet wurden.

Bei den Feinmechanikern kamen alle 23 gut durch die Prüfung. Bei den Metallbauern bestanden neun der elf Absolventen. Von den sieben Spenglern fiel keiner durch. Prüfungsbester war Thomas Häckl (Amberg-Sulzbach, 88 Punkte). CMT-Leiter Uli Götz überreichte allen Absolventen "mit mindestens 92 Punkten" einen Bildungsgutschein im Wert von 300 Euro. (rhi)

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