Gesundheitsamt zum Weltwassertag
Kein Risiko im Amberg-Sulzbacher Trinkwasser

Klare Empfehlung des Gesundheitsamts: Das Amberg-Sulzbacher Trinkwasser. (Foto: Popp)

Gute Nachricht zum Weltwassertag: "Das Trinkwasser der öffentlichen Wasserversorger in unserer Region kann bedenkenlos konsumiert werden." Dr. Roland Brey, der Leiter des Gesundheitsamts, bescheinigt dem, was im Raum Amberg-Sulzbach aus den Hähnen fließt, höchste Qualität.

Amberg-Sulzbach. Den Weltwassertag nimmt Brey zum Anlass, das Trinkwasser der Region in den Blick zu rücken. Schließlich sei es "unser wichtigstes Lebensmittel". Die Anforderungen seien entsprechend hoch. "In der Trinkwasserverordnung sind unter anderem die Beschaffenheit und Aufbereitung des Trinkwassers", aber auch seine Überwachung und die Pflichten der Wasserversorger geregelt, heißt es in einer Pressemitteilung des Gesundheitsamts.

Die Gesundheitsämter seien gesetzlich verpflichtet, Wassergewinnungs- und -versorgungsanlagen zu überwachen. Regelmäßig im Blick ist dabei laut Brey der Nitrat-Gehalt: "Nitrate werden in der Landwirtschaft als Mineraldünger verwendet." Im Boden könnten sie auch aus organischen Stickstoffverbindungen, die unter anderem in der Gülle enthalten sind, entstehen. Über das Grundwasser könnten sie dann ins Trinkwasser gelangen.

Brey gibt aber Entwarnung: "2017 lagen alle Proben der öffentlichen Wasserversorger auf Nitrat in Amberg und im Landkreis unter dem in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Insgesamt wurden 52 Trinkwasserproben getestet. Der Nitrat-Mittelwert aller Proben lag bei 12 Milligramm pro Liter."

Schutz für Säuglinge

Den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter habe die Europäische Union festgelegt. "Er soll die für Nitrat empfindlichen Säuglinge schützen." Bei Babys von bis zu sechs Monaten könne im Magen aufgrund der in diesem Lebensalter besonderen Besiedlung mit Bakterien Nitrat zu Nitrit umgewandelt werden. Gelange Letzteres ins Blut, könne sich der rote Blutfarbstoff so verändern, dass er keinen Sauerstoff mehr binden kann (Säuglingszyanose).

Kein Gesundheitsrisiko

"Immer wieder wird im Hinblick auf eine angeblich problematische Nitratbelastung des Trinkwassers für den Kauf von natriumarmen Mineralwasser geworben", das besonders für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet sein soll, berichtet Brey. Das Umweltbundesamt habe aber wiederholt klargestellt, dass bei Unterschreitung des Grenzwerts keine Gesundheitsrisiken für Säuglinge, Kinder und Erwachsene zu befürchten sind. "Die Trinkwasserqualität ist bei uns zudem so hoch, dass auch Wasserfilter im Haushalt weder notwendig noch sinnvoll sind."

WeltwassertagDer Weltwassertag wurde anlässlich der Weltkonferenz "Umwelt und Entwicklung" 1992 in Rio de Janeiro ins Leben gerufen und wird alljährlich begangen, diesmal am Donnerstag, 22. März. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die Bedeutung intakter Ökosysteme als Voraussetzung für den Erhalt der Wassermenge und -qualität zu informieren.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.