12.02.2018 - 17:38 Uhr

Hirschauer Musikzug beim Düsseldorfer Rosenmontagszug Das kostet 111 Liter Bier: Werner Stein beschädigt Prinzenwagen

Düsseldorf/Hirschau. Zum 40. Mal war Ex-Musikzug-Chef Werner Stein beim Düsseldorfer Rosenmontagszug dabei, zum 9. Mal als Standartenträger. Sein Jubiläum droht ihn teuer zu stehen zu kommen: Beim Fototermin mit Ihrer Lieblichkeit Venetia Yvonne beschädigte er mit der Standarte den Prinzenwagen. Als Schadensersatzforderung stehen 111 Liter Bier im Raum.

Beim Fototermin passierte es: Werner Stein (links) wurde von einem Windstoß überrascht und beschädigte mit der Spitze der Musikzug-Standarte die Verkleidung des Prinzenwagens - das Loch ist rechts neben dem Schriftzug "Musikzug" zu erkennen. Die Beteiligten - (von rechts) Vorsitzender Maximilian Stein, Prinzessin Venetia Yvonne und Dirigent Wolfgang Vögele - nahmen's mit Humor. Schließlich steht ein Schadensersatz in Form von 111 Litern Bier im Raum. Bilder: u (2)
von Werner SchulzProfil

Die 47-köpfige Reisegruppe war schon in Top-Stimmung, als sie am Samstagmittag ins Rheinland aufbrach. Groß war das Hallo, als Ex-Dirigentin Annette Pruy-Semsch an der Raststätte Weiskirchen zu der Truppe stieß. Dass rheinischer Karneval und Oberpfälzer Fasching zwei Paar Stiefel sind, davon bekamen die sieben Neulinge, darunter Dirigent Wolfgang Vögele, am Sonntag einen Vorgeschmack beim Veedelszoch im Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim.

Regen, Graupel, Hagel

Zehn Kapellen, 30 Gruppen und mehr als Tausend Teilnehmer schlängelten sich an mehreren Zehntausend Zuschauern vorbei. Die Jecken ließen sich weder von Regen-, noch von Graupel- oder Hagelschauern beeindrucken, die auch auf die Hirschauer auf ihrem letzten Zooch-Kilometer niederprasselten. Die Nacht zum Rosenmontag wurde schon deshalb für die meisten eine sehr lange, weil sie in den Geburtstag von Flötistin Heike Giehrl hineinfeierten. Aber am Rosenmontag waren alle wieder klar - so klar wie das sonnige, wenn auch etwas windige Wetter.

Verhängnisvolle Böe

Der Wind, genauer gesagt eine starke Böe, sollte Werner Stein zum Verhängnis werden. Wenn man schon zur Leibgarde des Prinzenpaares gehört, ist ein Fototermin mit Prinz Karsten II. und Venetia Yvonne ein Muss: Orchester und Prinzenpaar nahmen vor dem Prinzenwagen Aufstellung. Da passierte das Malheur - ein heftiger Windstoß überraschte Standartenträger Werner Stein, drehte die Fahne blitzartig in Richtung Wagenverkleidung und lädierte diese. Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Jetzt kam sie erst auf Höchsttouren.

In den gut drei Stunden, die man zur Bewältigung des von Zigtausenden Jecken gesäumten Zugs benötigte, erlebten die Hirschauer eine rundum verrückte Welt - rheinischen Karneval total. Dirigent Wolfgang Vögele: "Wenn man's nicht selber erlebt hat, kann man sich das beim besten Willen nicht vorstellen." Auch wenn die Musiker und Majoretten am Ende total geschafft waren, so waren doch alle stolz darauf, bei einem der größten Karnevalszüge Deutschlands mitgewirkt zu haben. Vorsitzender Maximilian Stein und Dirigent Wolfgang Vögele zollten der Truppe höchste Anerkennung. Die Heimreise traten die Hirschauer zwar erschöpft an, aber auch schon in Vorfreude darauf, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Dann wird Werner Stein wohl auch seine 111 Liter Bier mit im Gepäck haben.

Wenn man's nicht selber erlebt hat, kann man sich das beim besten Willen nicht vorstellen.Dirigent Wolfgang Vögele
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