Im Amt für Ländliche Entwicklung
Besuch aus der Türkei

Eine Fachexkursion führte Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und Wasserwirtschaftsexperten aus der Türkei auch in den Landkreis Amberg-Sulzbach. Bild: exb

Tirschenreuth/Amberg-Sulzbach. Eine 14-köpfige Delegation der türkischen Wasserwirtschaftsverwaltung (General Directorate of State Hydraulic Works/DSI) besuchte das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz bei einem dreitägigen Informations- und Erfahrungsaustausch.

Das DSI betreut in der Türkei Flurneuordnungen im Zusammenhang mit wasserbaulichen Maßnahmen, wie bei Hochwasserschutz oder Bewässerung.

Behördenleiter Thomas Gollwitzer gab allgemeine Informationen zur Verwaltung für Ländliche Entwicklung, insbesondere zu den politischen Vorgaben und Zielen, Handlungsprinzipien und -schwerpunkten sowie zu den laufenden Vorhaben in der Oberpfalz. Bei der zweitägigen Fachexkursion erhielten die türkischen Experten einen Überblick über die Arbeitsweise und Instrumente der ländlichen Entwicklung.

Vorzeigeprojekte im Landkreis Amberg-SulzbachAm Beispiel von Hagenohe (Stadt Auerbach) lernten die Teilnehmer der Fachexkursion die Initiative "boden:ständig" kennen. Mit Rückhaltebecken, der Anhebung landwirtschaftlicher Wege und einem Grabensystem wurde hier ein effiktiver Boden-, Gewässer- und Hochwasserschutz umgesetzt. Das von vier Kommunen getragene Projekt zur Gewässerentwicklung und zum Hochwasserschutz am Krumbach gilt als Paradebeispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Außerdem stand das Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Kollersried im Landkreis Regensburg mit einem naturnahen Grabenausbau und einer flächigen Wasserrückhaltung auf dem Programm. Die türkischen Vermessungs-, Agrar- und Bauingenieure waren beeindruckt von den Projekten und der intensiven Beteiligung der betroffenen Landwirte. Zum Abschluss wurde die Baustelle des Flutpolders Riedensheim (Kreis Ingolstadt) besichtigt.
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