12.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Im landratsamt ein Blick in die Lunge Begehbares Modell beim Gesundheitstag

Amberg. Früherkennung durch Aufklärung: Das ist das Ziel des Gesundheitstags am Sonntag,17. September, von 12 bis 17 Uhr im Landratsamt. Schwerpunkt ist diesmal die Lunge. Dazu hat der Ärzteverbund Oberpfalz Mitte (ÄVOM) ein Großmodell organisiert.

Beim Gesundheitstag steht wieder ein begehbares Großmodell eines Körperorgans im Mittelpunkt - diesmal eines der Lunge. Bild: organmodelle.de
von Autor USCProfil

Infoveranstaltungen, bei denen die Lunge und ihre Erkrankungen auch medizinischen Laien mit einem begehbaren Modell des Organs deutlich gemacht werden können, zeigen nach Erfahrungen des Ärzteverbunds nachhaltig Wirkung. Am Lungenmodell im König-Ruprecht-Saal stehen die Mediziner am Sonntag Besuchern Rede und Antwort zu ihren Fragen. Beim Gesundheitstag will der ÄVOM diesmal speziell über die Erkrankungen der Lunge informieren. Dazu gehören Asthma, Lungenentzündung, Tuberkulose, Chronische Bronchitis und Lungenkrebs.

Asthma

Bei Asthma sind die Atemwege durch eine chronische, entzündliche Erkrankung geschädigt. Anfallsweise Luftnot ist ein typisches Zeichen für die Verengung der Atemwege. Rauchen beeinflusst Asthma sehr stark. Gut kontrolliert kann mit dieser Krankheit aber durchaus normale Lebensqualität erreicht werden.

Chronische Bronchitis

Chronische Bronchitis ist eine Form der Bronchitis, die definiert ist als "Husten und Auswurf". Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen (15 bis 25 Prozent) und ist ebenfall meist auf Rauchen zurückzuführen.

Tuberkulose

Die Tuberkulose (TBC), früher auch als Schwindsucht oder Morbus Koch, umgangssprachlich als "die Motten" bezeichnet, ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie war zuletzt stark rückläufig.

Lungenentzündung

Hier handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes. Sie wird meist durch eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen verursacht, selten auch toxisch durch Inhalation giftiger Stoffe oder immunologisch. Nach einer Bestrahlung der Lunge kommt es in seltenen Fällen zu einer Strahlenpneumonitis.

Lungenkrebs

Der Lungenkrebs war im 19. Jahrhundert noch eine echte Seltenheit. Mit der Mode des Rauchens hat sich das dramatisch geändert. Das Bronchialkarzinom ist heute die häufigste tödliche Krebsart bei Männern. Bei Frauen steht sie - nach dem Brustkrebs - schon an zweiter Stelle. Jedes Jahr sterben in Deutschland 36 000 Menschen daran.

Von Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) spricht man, wenn sich im Bereich der unteren Atemwege ein bösartiger Tumor entwickelt. Dazu gehören der untere Bereich der Luftröhre, die Bronchien und deren Aufzweigungen, die Bronchiolen. Alarmzeichen sind unter anderem Luftnot, Husten, Blut im Auswurf und eine häufig wiederkehrende Bronchitis. Es gibt keine Frühsymptome und keine anerkannte klassische Vorsorgeuntersuchung. Wichtigster Auslöser von Lungenkrebs ist das Rauchen. Nur fünf bis zehn Prozent der Betroffenen sind Nichtraucher. Dabei ist das Erkrankungsrisiko von der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten, der Anzahl der "Raucherjahre" und den Rauchgewohnheiten (tiefes Inhalieren oder "Paffen") abhängig.

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