07.07.2017 - 18:48 Uhr
Oberpfalz

Juradistl erhält Landschaftspflegepreis Weil das Oberpfälzer Lamm so gut schmeckt

Zwei Projekte und fünf Personen sind von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf mit dem deutschen Landschaftspflegepreis in Regensburg ausgezeichnet worden. Darunter ist das Gemeinschaftsprojekt der vier lokalen Pflegeverbände für die biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura.

Den ersten Preis in der Kategorie "Innovative Projekte" erhielt das Gemeinschaftsprojekt der vier Landschaftspflegeverbände Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Regensburg und Schwandorf für das Projekt "Biodiversitätsprojekt Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura". Bild: leh
von Autor LEHProfil

Regensburg/Amberg-Sulzbach. Gleich zwei der insgesamt fünf Preise gingen in die Oberpfalz: Den ersten Preis in der Kategorie "Innovative Projekte" erhielt das Gemeinschaftsprojekt der vier Landschaftspflegeverbände Amberg-Sulzbach, Neumarkt, Regensburg und Schwandorf für das Projekt "Biodiversitätsprojekt Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura". In der Kategorie "Private Förderer von Naturschutz und Landschaftspflegeprojekten" erhielten zudem Josef Homeier und Konrad Seilbeck vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg einen undotierten Sonderpreis.

"Haben Sie schon einmal Oberpfälzer Lamm gegessen - dann sollten Sie das unbedingt einmal probieren", forderte Susanne Horn, Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu, das Publikum bei der Preisverleihung im dicht besetzten Reichssaal auf. Sie rührte die Werbetrommel für das Oberpfälzer Lamm nicht deshalb, weil sie selbst mit Schafen aufgewachsen ist. Sondern weil sie vom Erfolgskonzept des "Biodiversitätsprojekts Juradistl - Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura" überzeugt sei.

Keine Überzeugungsarbeit

Überzeugungsarbeit musste die Laudatorin zwar an diesem Abend nicht mehr leisten, denn die Jury des Landschaftspflegepreises hatte sich längst entschlossen, das Gemeinschaftsprojekt der Landschaftspflegeverbände in der Kategorie "Innovative Projekte" mit dem ersten Preis zu würdigen. Die Marke "Juradistl", so bekräftigte Horn, hat mittlerweile ein extrem gutes Image und steht bundesweit als Synonym für die erfolgreiche Verbindung von Naturschutz und Landschaftspflege mit der Regionalvermarktung.

Schon seit 2004 bauen die Verantwortlichen über vier Landkreise hinweg unter der Marke "Juradistl" eine naturschutzgerechte Lammvermarktung auf. Zusätzlich im Aufbau ist derzeit die Vermarktung von Juradistl-Weidefleisch und Juradistl-Apfelschorle. "So bekommen die Leute in unseren Gebieten zum einen regionale Spitzenprodukte, zum anderen sind sie stolz auf ihre Heimat", sagte Horn.

Ein weiterer Preis ging mit Josef Homeier und Konrad Seilbeck vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg in die Oberpfalz: "In vorbildlicher Weise und weit über ihre Arbeitszeit hinaus" hätten die beiden, so Laudatorin Tanja Schweiger, zur Partnerschaft zwischen den Landschaftspflegeverbänden und den Wasserwirtschaftsämtern in ganz Bayern beigetragen. "Mit Weitsicht und Mut zu neuen Denkweisen haben beide innovative Projekte und Partnerschaften begründet", so die Landrätin weiter.

Natur- und Kulturerbe

Der Vorsitzende des deutschen Verbands für Landschaftspflege, der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel, erinnerte daran, dass auch gerade wirtschaftlich prosperierende Gebiete in Deutschland wie Bayern und Baden-Württemberg auf die Natur angewiesen seien.

Umweltministerin Ulrike Scharf würdigte das Engagement der Landschaftsverbände für den Umweltschutz und bezeichnete sie als starken Motor, der Naturschutz und regionale Entwicklung vorantreibe. "Die ländlichen Regionen sind unser Natur- und Kulturerbe", betonte sie. Deshalb gelte es als höchstes Ziel, diese zu bewahren, was die Landschaftspflegeverbände in vorbildlicher Weise täten. Das Umweltministerium investiert laut Scharf dieses Jahr rund 36 Millionen Euro für Maßnahmen vor Ort in Naturschutz und Landschaftspflege.

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