Lebenshilfe plant vierte Frühförderstelle
Ortsnahes Angebot in Auerbach

"Die Frühförderstelle in Auerbach ist ein ortsnahes, niederschwelliges Angebot." Zitat: Katrin Panek, Geschäftsführerin der Lebenshilfe

Die Lebenshilfe plant ihre vierte Frühförderstelle. Eingerichtet wird dieses Angebot in Auerbach. Bewilligt ist es, nur ein Problem besteht noch: Die Lebenshilfe ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude.

Amberg-Sulzbach. Nach Amberg, Schwandorf und Sulzbach-Rosenberg richtet nun die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach eine vierte Frühförderstelle ein - und zwar in Auerbach. Darüber ist Geschäftsführerin Katrin Panek sehr froh. "Wir merken, dass die Frühförderstelle in Sulzbach-Rosenberg an ihre Kapazitätsgrenzen gerät", verdeutlicht Panek die Notwendigkeit, eine neue Einrichtung in Auerbach zu eröffnen.

Denn dort seien einige Familien, die bislang in Sulzbach-Rosenberg andocken und dabei eine Fahrstrecke von circa 30 Kilometer in Kauf nehmen müssen. Wobei auch die Busverbindung nicht gerade die beste sei. "Frühkindliche Diagnostik- und Förderangebote sind in Auerbach und im Umkreis von circa 15 Kilometern nicht vorhanden", hieß es im Antrag auf Errichtung einer Außenstelle in Auerbach, den die Lebenshilfe im April beim Bezirk Oberpfalz eingereicht hatte. Katrin Panek führt ein weiteres Argument ins Feld: Früher gab es eine Frühförderstelle in Pegnitz, doch die sei seit längerer Zeit geschlossen. "Vor allem sozial schwache Familien haben somit wenig Möglichkeit, die notwendigen unterstützenden Maßnahmen zu erhalten."

Katrin Panek ist froh, dass der Antrag der Lebenshilfe bewilligt wurde und sie in Auerbach ein ortsnahes, niederschwelliges Angebot machen kann. Kostenträger dieser Einrichtung ist der Bezirk, erklärt die Geschäftsführerin der Lebenshilfe. Trotz aller Freude hat Katrin Panek auch noch eine Sorge: Die Lebenshilfe ist nach wie vor auf der Suche nach den passenden Räumlichkeiten für ihr neues Angebot - und wurde bislang noch nicht fündig.

Die Stadt habe einige Immobilien angeboten, allesamt rund um den Marktplatz, aber nicht barrierefrei. "Wir streben einen langfristigen Mietvertrag an", sagt Katrin Panek. Dies habe für den künftigen Vermieter nämlich einen entscheidenden Vorteil: "Er hat dadurch langfristige Mieteinnahmen."

FrühförderungHilfe finden Eltern, deren Kinder behindert sind oder Entwicklungsverzögerungen beziehungsweise Entwicklungsauffälligkeiten zeigen, bei den Frühförderstellen. Nach Angaben der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach erfolgt Frühförderung immer als "Komplexleistung" und beinhaltet sowohl heilpädagogische als auch therapeutische Behandlung. Neben der heilpädagogischen Förderung gebe es stets therapeutische Maßnahmen wie Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Nach ärztlicher Verordnung würden die Kosten dafür vom Bezirk Oberpfalz und den jeweiligen Krankenkassen übernommen. (san)


Die Frühförderstelle in Auerbach ist ein ortsnahes, niederschwelliges Angebot.Katrin Panek, Geschäftsführerin der Lebenshilfe
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