28.11.2017 - 17:58 Uhr
Oberpfalz

Nach Einbrüchen in Sulzbach-Rosenberg und Hohenkemnath Polizei fasst vier mutmaßliche Täter

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage gelingt der Polizei ein Schlag gegen Wohnungseinbrecher: Die Tatorte liegen in Sulzbach-Rosenberg, in Hohenkemnath und möglicherweise im Schwandorfer Ortsteil Niederhof. Die vier mutmaßlichen Täter, allesamt Rumänen, gehen der Verkehrspolizei Erlangen ins Netz.

Immer wieder gelingt es Ganoven, durch Haus-, Terrassen- und Wohnungstüren in Häuser einzudringen, dort Schaden anzurichten und Beute zu machen. Symbolbild: Bodo Marks/dpa
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Bezahlt gemacht haben sich offenbar die Routine und der geschulte Blick auf Leute, die genauer unter die Lupe genommen werden sollten. Dies taten Beamte der Fahndungskontrollgruppe Erlangen am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr. Nach Einbrüchen in Wohnhäuser im Landkreis Amberg-Sulzbach gelang Fahndern der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen die Festnahme von vier dringend tatverdächtigen Rumänen. Sie bemerkten einen Audi mit spanischer Zulassung, der auf der A 3 in nördliche Richtung fuhr. Die Beamten stoppten diesen an der Rastanlage Steigerwald. Drinnen saßen eine Frau und drei Männer. Deren Überprüfung und die Durchsuchung des Wagens förderten Dokumente und Wertgegenstände zutage, die sie sehr rasch Einbrüchen im Landkreis Amberg-Sulzbach zuzuordnen waren.

Das Quartett wurde vorläufig festgenommen und soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Amberg wegen der Haftfrage vorgeführt werden. Unterdessen hat die Kriminalpolizeiinspektion Amberg die Ermittlungen übernommen. Sie steht dabei im engen Kontakt mit den Kollegen aus Mittelfranken. "Es gilt", so eine Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg, "die bisherigen Erkenntnisse und die gesicherten Gegenstände mit den Feststellungen an den einzelnen Tatorten abzugleichen."

Beim Durchwühlen

Die bisher konkret bekannten Einbrüche gab es in Hohenkemnath und Sulzbach-Rosenberg. In Hohenkemnath wuchteten die Täter in der Schloßstraße die Terrassentüre zum Wohnhaus hin auf, und zwar zwischen Samstagabend und Montagmorgen. Sie machten Beute im Wert von mehreren Hundert Euro. Zudem hinterließen sie Schäden an der Türe und beim Durchwühlen des Hauses.

In der Berliner Straße in Sulzbach-Rosenberg drangen die Ganoven am Montag zwischen 10 und 21.30 Uhr ebenfalls über eine aufgehebelte Terrassentüre in ein Wohngebäude ein. Wiederum durchsuchten sie die Räume und Behältnisse. Dabei fielen ihnen Gegenstände in die Hände, deren Wert unter der Hundert-Euro-Marke blieb. Allerdings entstand durch die brachiale Vorgehensweise Sachschaden von rund 1000 Euro.

Ob die Festgenommenen auch für einen Einbruch im Schwandorfer Ortsteil Niederhof verantwortlich sind, sollen die weiteren Ermittlungen zeigen. Dort drangen Unbekannte zwischen Freitagvormittag und Samstag gegen 1.15 Uhr über eine gewaltsam geöffnete Terrassentüre ein und entwendeten Gegenstände im Wert von mehreren Hundert Euro.

Die Kripo bittet nun Anwohner oder Nachtschwärmer, die zu den relevanten Zeiten an den verschiedenen Tatorten Wahrnehmungen gemacht haben, die mit den Einbrüchen in Verbindung stehen könnten, sich zu melden (09621/89 0-0) - auch bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Nach Verfolgungsjagd

Erst vor wenigen Tagen waren im Kreis Nürnberger Land rumänische Einbrecher nach einer Verfolgungsjagd und einem Unfall von der Polizei gefasst worden. Sie hatten zuvor zweimal in ein landwirtschaftliches Anwesen in der Gemeinde Birgland eingebrochen.

Über Grenzen hinweg

"Dieser schnelle Ermittlungserfolg", so das Polizeipräsidium in Regensburg, "zeigt einmal mehr, dass Bayern für Einbrecher ein gefährliches Pflaster ist. Auch wenn die Täter ihre Tatorte schon weit hinter sich gelassen haben, funktioniert die Zusammenarbeit über die Grenzen der Präsidien hinweg hervorragend."

Neben dem geschulten Fahnderblick und der akribischen Arbeit der Kripo-Ermittler hätten in den vorliegenden Fällen die Beamten der Inspektionen Sulzbach-Rosenberg und Amberg den Grundstein zum Erfolg gelegt - durch genaue und zeitnahe Erfassung des Diebesguts: "So konnten die kontrollierenden Beamten die Gegenstände zuordnen." Geprüft werde im weiteren Verfahren, ob die Festgenommenen noch zusätzlich für andere Delikte in Frage kommen.

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