12.02.2018 - 14:54 Uhr

Nach tödlichem Schuss auf eine Katze in Wolfsbach (Ensdorf): PETA setzt 1000 Euro Belohnung aus

Noch ist nicht klar, wer bereits am 2. Februar in Wolfsbach (Ensdorf) auf eine Katze geschossen hat. Die Tierrechtsorganisation will Aufklärung: Sie hat jetzt eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Luftgewehr-Schüsse haben in Wolfsbach (Ensdorf) und in Blaibach (Landkreis Cham) in den vergangenen Tagen zwei Katzen schwer, im Fall Wolfsbach inzwischen sogar tödlich, verletzt.
von Heike Unger Kontakt Profil

Die Katze war nach Ansicht des behandelnden Tierarztes aus nächster Nähe angeschossen worden. Die Verletzung war so gravierend, dass das Tier wenige Tage später daran gestorben ist. Der Besitzer, der sein Haustier blutend auf dem Amselweg in Wolfsbach gefunden hatte, hatte der Polizei gegenüber erwähnt, dass in dem Wohngebiet, das zru Gemeinde Ensdorf gehört,  schon mehrfach Katzen verschwunden seien.
Inzwischen hat sich die Tierrechtsorganisation PETA zu Wort gemeldet: Der Verein hat eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen.  Zuständig ist die Polizeiinspektion Amberg (09621/890-320). Zeugen können sich auch bei PETA melden (01520/7373341).

 Kein Kavaliersdelikt

„Bitte helfen Sie mit, diese brutalen Taten aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen des Vereins: „Immer wieder werden Katzen gequält und mit Schrot oder Luftdruckwaffen beschossen. Die Täter müssen für ihr gewalttätiges Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden." PETA hoffe, dass die Belohnung dazu beiträgt, den Schützen zu überführen.
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich laut Judith Pein mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren
vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher  Christoph
Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90
Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Ähnlicher Fall in Cham

Weitere 1000 Euro Belohnung hat die Organisation auch in einem anderen aktuellen Fall ausgesetzt: In Blaibach (Landkreis Cham) ist am vergangenen Wochenende ebenfalls auf eine Katze geschossen worden, hier waren es sogar fünf Schüsse. Wie in Ensdorf soll dabei ein Luftdruckgewehr aus nächster Nähe benutzt worden sein, wie PETA mitteilt. Auch das Tier in Blaibach sei dabei so schwer verletzt worden, dass es wahrscheinlich nicht überleben werde. Seine Besitzerin und der Verein Tierfreundekreis haben eine Belohnung von 600 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zum Täter führen. PETA hat diese Summe um 1000  auf 1600 Euro erhöht.

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