24.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Projekt verbindet die Konfessionen Ökumene ist auf dem Weg

Stefan Fischer (links), der evangelische Vikar der Sulzbach-Rosenberger Christuskirche, und der Hahnbacher Ortspfarrer Christian Schulz freuen sich bereits auf die verbindenden Stationen am 23. September. Bild: mma
von Autor MMAProfil

Wir verbinden was zusammen" heißt das Praxisprojekt des Vikars Stefan Fischer von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg. Am Samstag, 23. September, wird das angegangen. Und zwar ganz wörtlich.Sulzbach-Hahnbach. Die Beteiligten wollen sich in "geschwisterlicher Zusammenarbeit" von Sulzbach nach Hahnbach auf den Weg machen. Ziel ist ein noch besseres Kennenlernen, Begegnen und Vertiefen von Kenntnissen über die beiden Konfessionen, deren örtlicher Geschichte sowie eine Stärkung der Kooperation und Vernetzung mit den politischen Gemeinden vor Ort.

Das Simultaneum

Treffpunkt ist um 9.30 Uhr auf dem Pfarrplatz in Sulzbach-Rosenberg. Dekan Walter Hellauer spricht in der katholischen Marienkirche über das ehemalige Simultaneum. "Damals musste man, aber heute will man", sagt Initiator Stefan Fischer.

Nächste Station ist der Kapitelsaal im evangelischen Dekanat, in dem Ölgemälde von früheren Dekanen, unter anderem von Dekan Erhard, hängen. Dieser war auf evangelischer Seite Dekan, auf katholischer war es Johann Fenk. Daniel Fenk und Renate Erhard, beide Verwandte jener Dekane, die in einem gemeinsamen Pfarrhaus wohnten, werden aus deren Leben berichten.

Andacht unterwegs

In der dritten Station, der Christuskirche, wird Vertrauensmann Günter Schultheiß nicht nur zur Baugeschichte der Kirche referieren. Auch viele verbindende Elemente, wie Sitzungen, Epitaphien und Geschenke von St. Marien kann er hier vorweisen. Auf dem Weg zu Fuß zum Frohnberg hält Günter Schultheiß eine Andacht mit dem passenden Thema "Weg". Am Frohnberg besteht dann die Möglichkeit, Mittag zu essen.

Christian Schulz, der katholische Hahnbacher Pfarrer, spricht danach in der Frohnbergkirche über "Die Geschichte der Reformation und der Evangelischen und die Gegenreformation in Hahnbach". Der Weg führt weiter zur Friedhofskirche in Hahnbach. Dies diente der evangelischen Gemeinde lange für Gottesdienste.

Günter Winter erwartet dort die Teilnehmer mit Anekdoten aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, als der Bau des Andreas-Raselius-Hauses angestrebt wurde. Dieses ist dann die letzte Station.

Anmeldung erwünscht

Im Andreas-Raselius-Haus bietet Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke eine Station mit Informationen über Person und Werk des berühmten Namensgebers aus Hahnbach an. Er trägt auch Musikstücke aus der Feder dieses Pfarrers und Pädagogen an der Orgel im Gemeindehaus vor. Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken soll dort die informative und verbindende Wanderung ausklingen. Eine Rückfahrmöglichkeit nach Sulzbach-Rosenberg besteht. Wer Interesse hat, dabei zu sein, wird gebeten, sich im evangelischen Pfarramt Sulzbach-Rosenberg (09661/891 150) anzumelden. Zur Bildung von Fahrgemeinschaften von Hahnbach nach Sulzbach-Rosenberg ist Treffpunkt in der Nähe der Bushaltestelle in der Hauptstraße um 9 Uhr. (mma)

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