30.01.2018 - 16:54 Uhr
Oberpfalz

Seniorenarbeit im Naturpark Hirschwald Selbstbestimmt Leben

Amberg-Sulzbach. Das Seniorenmosaik ist im Landkreis Amberg-Sulzbach längst zu einer Marke geworden, zu einem Gütesiegel für dynamische Seniorenarbeit. Jetzt stellen es seine Macher auf eine neue Grundlage und suchen Mitstreiter.

Sie stellen sich für die Seniorenarbeit neu auf: Projektleiterin Barbara Hernes (links) und die Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald, Isabel Lautenschlager. Bild: upl
von Uli Piehler Kontakt Profil

Barbara Hernes und Isabel Lautenschlager verkünden eine neue Ära für das Seniorenmosaik. Es soll für die Mitgliedsgemeinden des Naturparks Hirschwald (Ursensollen, Ebermannsdorf, Ensdorf, Hohenburg, Kastl, Kümmersbruck, Rieden und Schmidmühlen - aber ohne Amberg) zu einer staatlich geförderten, anerkannten "Koordinationsstelle für Angebote zur Unterstützung im Alltag" werden.

So, wie es sie schon seit mehr als zehn Jahren für das AOVE-Gebiet (Edelsfeld, Freihung, Freudenberg, Gebenbach, Hirschau, Königstein, Poppenricht, Schnaittenbach, Vilseck) gibt.

Offizieller Träger des Projekts ist der Naturpark Hirschwald e.V mit seiner Geschäftsführerin Lautenschlager. "Senioren sollen betreut und begleitet, pflegende Angehörige mitunter stundenweise entlastet werden", erklärt Projektleiterin Barbara Hernes, die auf ein wichtiges Wesensmerkmal des Vorhabens hinweist: "Es wird von Ehrenamtlichen getragen." Sie sucht jetzt ehrenamtliche Helfer, die sich in der Seniorenarbeit engagieren möchten. "Mit zunehmendem Alter kann es für Senioren schwierig werden, alleine zurechtzukommen", berichtet sie. "Oft sind nur kleine Dinge und Hilfen nötig, um ein Leben Zuhause in den eigenen vier Wänden weiterhin zu ermöglichen." Darum geht es: alles dafür zu tun, dass Senioren auch auf dem Land so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten Umfeld führen können.

Senioren sollen betreut und begleitet, pflegende Angehörige mitunter stundenweise entlastet werden.Projektleiterin Barbara Hernes

Wer sich einbringen will, muss keine gelernte Fachkraft sein. Schon ein Besuch zur Unterhaltung kann einen wertvollen Beitrag darstellen. Zusammen spielen, etwas vorlesen, spazierengehen, Einkäufe erledigen oder Behördengänge übernehmen - all das sind Dienste, die eingebracht werden können. Der Einsatz erfolgt wohnortnah, Fortbildungen werden organisiert und eine Betreuung durch die Koordinationsstelle gewährleistet. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit bei Barbara Hernes melden: 09621/70843.

Erste Beratungstermine

Ab sofort werden regelmäßig in allen Naturpark-Kommunen Beratungssprechstunden angeboten. Dabei können Senioren und deren Angehörige Infos zu allen Fragen rund ums Älterwerden erhalten. "Wir zeigen dabei auf, welche Unterstützung und Betreuung es gibt und beispielsweise, welche Alternativen zu einem Heimaufenthalt möglich sind", erklärt Hernes.

Die nächsten Termine stehen schon fest: am Mittwoch, 31. Januar, in Schmidmühlen und Kastl, am Donnerstag, 1. Februar, in Hohenburg, am Montag, 5. Februar in Ursensollen, am Dienstag, 6. Februar, in Ebermannsdorf, und am Freitag, 9. Februar, in Ensdorf.

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