Tag der Kranken und der Frauen auf dem Mausberg
Gläubige pilgern zu Maria als Heil der Kranken

Zum Tag der Frauen waren am Abend fünf Zweigvereine des Frauenbundes mit ihren Fahnenabordnungen auf den Mausberg gekommen. Bild: swo

Nicht nur im französischen Lourdes wird Maria als Heil der Kranken verehrt: Auch auf dem Mausbergfest richteten sich die Gebete am Tag der Behinderten und Kranken zur Gottesmutter.

Gebenbach. Der Mittwochnachmittag der Festwoche auf dem Mausberg ist traditionell den Behinderten und Kranken gewidmet. Den Gottesdienst feierten Pfarrvikar Christian Preitschaft, Festprediger Pfarrer Alois Schmidt aus Bernhardwald und Pfarrer Hans-Jürgen Zeitler aus Hohenburg.

Bemerkenswert am Wallfahrtsort Lourdes ist es laut Schmidt, wie viele Kranke und Behinderte sich auf den Weg dorthin machen. Sicherlich würden bei manchen auch magische Vorstellungen mitschwingen, wenn sie sich Heilung wünschten. Aber alle verbinde die Hoffnung auf Kraft und Trost auf ihrem Leidensweg. Die Besucher der Mausbergkirche hätten wohl ebenfalls ihre ganz persönlichen Beweggründe, hierher zu kommen. Auch hier richte sich die Hoffnung auf Maria, als Fürsprecherin für eigene Erkrankungen oder für die von lieben Menschen.

Um ein ganz anderes Thema ging es dann am Abend, als sich beim Gottesdienst für die Frauen Domkapitular i. R. Max Hopfner mit dem Thema "Maria, Sitz der Weisheit" auseinandersetzte. Das sei gar nicht so einfach, meinte dieser - denn es stelle sich die Frage, was Weisheit überhaupt sei. Weisheit im Sinne der Bibel bedeute mehr als nur Wissen und Verstand. Sie sei nicht denkende Leistung im Kopf, sondern eine Herzensangelegenheit, die von Gott ausgehe und auf ihn zurückführe.

Ein wirklich anspruchsvolles Thema, das der Geistliche den Gläubigen näherbringen wollte. Da war es für die Gottesdienstbesucher eine Abwechslung, dass die Gebenbacher Herzensblecher sie bei der musikalischen Gestaltung nicht so stark forderten und alle kräftig mitsangen. Das Anspruchsvolle überließen die Besucher dann wieder den Musikern, die mit den Instrumentalstücken höchsten Anforderungen gerecht wurden. Ein besonderes Bild boten die Fahnenabordnungen des Frauenbunds aus den Zweigvereinen Hahnbach, Sulzbach, Schnaittenbach, Illschwang und Tirschenreuth.
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