Tragischer tödlicher Unfall auf A6
Von Sattelschlepper erfasst

In unmittelbarer Nähe der Raststätte Oberpfälzer Alb Nord hatte sich der schwere Unfall am Montagfrüh ereignet. Später kam ein Sachverständiger hinzu, um die Spuren zu messen und festzuhalten. Im Hintergrund das Pick-up-Gespann des Opfers. Bild: gf
Vermischtes
Kreis Amberg-Sulzbach
04.09.2017
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Binnen weniger Stunden nur wurden die Rettungskräfte am Montagfrüh zum zweiten Mal auf die A 6 beordert. Nahe der Stelle, an der am Samstag ein SUV bei Aquaplaning in die Leitplanken geschleudert war, starb nun ein Fußgänger.

 (ben/ehi) Das Geschehen nahm seinen Ausgang gegen 7.20 Uhr, unmittelbar auf Höhe der Raststätte Oberpfälzer Alb Nord. Hier war ein 64-Jähriger aus Amberg mit seinem Pick-up der Marke Ford Ranger samt Anhänger auf dem Weg in Richtung Anschlussstelle Sulzbach-Rosenberg. Weil er eine Panne an seinem Gespann vermutete, bremste er dieses ab und blieb laut Autobahnpolizei damit auf dem Standstreifen stehen.

Suche nach Defekt

Danach stieg der Mann aus, ging nach hinten, um nach einem eventuellen Defekt zu schauen. Als er keinen fand, wollte er zurück zur Fahrerseite und seinen Weg fortzusetzen. In diesem Augenblick kam ein Sattelschlepper einer Neumarkter Spedition und erfasste den Autofahrer. Dieser wurde auf die Straße geschleudert und blieb dort schwerstverletzt liegen. "Überrollt", so ein Polizeisprecher, "wurde er nicht." Der 51 Jahre alte Fahrer des Lkw steuerte den 40-Tonner, laut amtlichem Bericht, "auf dem rechten Fahrstreifen, äußerst rechts". Um den Hergang des Geschehens nachvollziehen zu können, wurde auf Wunsch der Staatsanwaltschaft ein Dekra-Sachverständiger an Ort und Stelle beordert. Laut Hauptkommissar Norbert Hausner (Verkehrspolizeiinspektion Amberg) herrschte zur Unfallzeit zwar diesiges Wetter. Eine Sichtbehinderung habe aber nicht vorgelegen.

Mehrere Stunden gesperrt

An der Unfallstelle blieben Standspur und rechter Fahrstreifen für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr rollte unterdessen nahezu staufrei auf der linken Spur in Richtung Nürnberg weiter. Der Lkw-Fahrer und der Beifahrer des Pick-up erlitten jeweils einen Schock und wurden beide in Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehren aus Ursensollen und Hohenkemnath sorgten unter anderem für die Absperrung.
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