Werkhof kann Langzeit-Arbeitslosem Stelle anbieten
Der Weg war schwer

"Ich bin glücklich", verrät Robert K. mit harter, ungelenker Aussprache - und es ist ihm anzusehen. Mit der Anschaffung eines Transporters, gefördert vom Sozialfonds der EU, konnte ihm der Werkhof eine dauerhafte Beschäftigungsperspektive eröffnen. Bild: Scheiner

Sulzbach-Rosenberg. Seit einigen Wochen ist Robert K. ein ganzes Stück zufriedener als noch vor einem oder zwei Jahren. Der 49-Jährige hat einen festen Job. Als Fahrer beim Werkhof Amberg-Sulzbach holt er Möbel ab, die wohlmeinende Menschen für das gemeinnützige, kirchliche Unternehmen abgegeben. Umgekehrt liefert er gebrauchte Möbel aus, transportiert, was ihm aufgetragen wird.

Zuverlässig, sicher und sorgfältig. Ein fleißiger und vertrauenswürdiger Arbeiter, wie ihn sich jeder Arbeitgeber wünscht, heißt es inzwischen im Werkhof. Lange hat der aus Kasachstan zugezogene Russlanddeutsche darauf hinarbeiten müssen, dass er diese Chance bekommt. Gearbeitet hat er eigentlich immer, seit er nach Deutschland gekommen ist. In seine neue Heimat, wie er immer wieder betont. Doch zurückliegende Ereignisse haben ihm gesundheitlich geschadet, so dass der 49-Jährige lange nicht einer normalen Arbeit nachgehen konnte. Krankgeschrieben und erwerbsgemindert, konnte Robert K. nur stundenweise einfache Tätigkeiten ausüben.

In einem vom Bezirk geförderten Arbeitsplatz fasste der als behindert eingestufte frühere Radio- und Fernsehmechaniker langsam wieder Tritt. Den Schritt in eine normale Vollzeitbeschäftigung ermöglichten Förderungen aus dem europäischen Sozialfonds für Langzeit-Arbeitslose und das Integrationsamt des Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS). Mit dessen Unterstützung konnte der nötige Kleintransporter angeschafft werden, mit dem Robert K. seither täglich im Landkreis und der Stadt Sulzbach-Rosenberg unterwegs ist.
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