Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit überrascht zum Valentinstag
Rosen statt Knöllchen

Ein Dankeschön auf einer "Grünen Karte" und eine Rose an der Windschutzscheibe: Der Zweckverband Verkehrssicherheit Oberpfalz verteilte in Königstein Aufmerksamkeiten zum Valentinstag an alle, die ordnungsgemäß parkten, und damit Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, Rettungsfahrzeuge, Kinderwagen und öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Bild: exb

Amberg-Sulzbach. Verkehrsüberwachung auf überraschende Art: Am Valentinstag verteilte in Königstein der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz keine Verwarnungen an Parksünder, sondern eine kleine Aufmerksamkeit an alle, die sich an die Regeln halten. Wer sein Fahrzeug nicht ordnungsgemäß parkt, findet normalerweise einen Strafzettel an der Scheibe. "Wer hingegen auf Gebühren, Zeiten und Feuerwehr-Einfahrten achtet, bekommt für gewöhnlich keinerlei Rückmeldung", heißt es in einer Presseinfo des Zweckverbands.

Der machte es am Mittwoch in Königstein einmal anders: Seine Mitarbeiter waren stundenlang unterwegs, um mit einer Rose und einer "Grünen Karte" am Scheibenwischer bei all jenen zu danken, "die sich immer (oder fast immer) vorschriftsmäßig und rücksichtsvoll verhalten". Diese Aktion, vor einigen Jahren im Zweckverband Oberland ins Leben gerufen, bescherte nun mancher Dame aus Königstein nicht nur eine weitere (oder gar die einzige) Rose an diesem Tag, sondern folgte auch einem tieferen Sinn, wie der Amberger Geschäftsstellenleiter Maximilian Köckritz erklärt: "Bei aller Gaudi möchten wir mit dieser Aktion natürlich auch etwas vermitteln: Unser Verband kann seinen Zweck nur erfüllen, wenn die Menschen im Verkehr Rücksicht aufeinander nehmen. Als kommunale Behörde arbeiten wir nicht gewinnorientiert und haben daher kein Interesse daran, möglichst viele Sanktionen auszusprechen und Strafzettel zu verteilen."

Daher sei eine solche Aktion längst überfällig gewesen - "um zu zeigen, dass wir uns für die Menschen bei uns engagieren und nicht gegen sie." Eine Botschaft, auch ganz im Sinne von Bürgermeister Hans Koch: "Über den Zweckverband haben wir als Gemeinde die tägliche Verkehrssicherheit quasi in unseren eigenen Händen. Und ein gutes Miteinander erreicht man nun mal nicht durch Drohen und Strafen, sondern über die gegenseitige Wertschätzung."
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