Ab 1. Januar neue Fahrpreise im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN)
Nicht jedes Ticket wird teurer

Nürnberg/Amberg-Sulzbach. Kurz vor Inkrafttreten der neuen Fahrpreise am 1. Januar weist der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) noch einmal auf die bereits im Sommer von den Verbundgremien beschlossene Tarifanhebung um durchschnittlich 2,58 Prozent hin. "Damit passt der VGN Fahrpreise an die steigenden Kosten bei den Verkehrsunternehmen an", heißt es in einer Pressemitteilung.

In ihr wird festgehalten, dass nicht alle Tickets teurer werden und es Sparmöglichkeiten gibt. Stabil bleiben etwa die Preise für Kinderfahrscheine in den Stufen A bis F in den Stadtverkehren sowie für die Preisstufe 1 in der Region. Das Tages-Ticket Plus für den rund 15 000 Quadratkilometer großen VGN kostet mit 19,10 Euro künftig 40 Cent mehr. Es gilt für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder, am Wochenende sogar zwei Tage lang. Heuer gekaufte Mehrfahrtenkarten sowie im Vorverkauf erworbene Tages-Tickets gelten laut VGN noch bis 31. März.

Tipps zum Sparen

Wer bei seiner Einzelfahrkarte sparen möchte, der erhält mit einem HandyTicket bereits ab der ersten Fahrt den Rabatt einer Mehrfahrtenkarte. Welches Ticket jeweils das günstigste ist, erfährt man gleichzeitig mit der Fahrplanauskunft unter vgn.de. Beim Klick auf die Tarifstufe werden die Preise angezeigt. Wer häufiger fährt, spart am meisten mit einem VGN-Abo des VGN. Wer viele Ausflüge im VGN-Gebiet unternimmt, genießt mit der 9-Uhr-Mobi-Card 31 Tage lang die Vorteile der Übertragbarkeit und Mitnahmemöglichkeit für 98 Euro (zuvor 95,40). Und dies im gesamten Verbundgebiet von Lichtenfels bis Solnhofen sowie von Amberg bis Rothenburg ob der Tauber.

"Die Anpassung der Fahrpreise an die steigenden Kosten ist notwendig, weil die staatlichen Leistungen für den Nahverkehr bei weitem nicht ausreichen, um das Verkehrsangebot zu finanzieren", schreibt der VGN in seiner Info. Zudem seien sie in der Vergangenheit schon mehrfach gekürzt worden, so etwa für den Schülerverkehr oder die Förderung von Fahrzeugen. "Allein mit der Gewinnung neuer Fahrgäste kann die finanzielle Lücke nicht geschlossen werden", heißt es.

So blieben nur die Alternativen, die ÖPNV-Nutzer stärker an der Finanzierung zu beteiligen oder beim Verkehrsangebot einzusparen. "Der Erhalt des guten Verkehrsangebots hat für den VGN dabei Vorrang", betont der Verbund. Momentan deckten die Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten den Aufwand für den Verbundverkehr zu knapp 44 Prozent.

Jede Menge Faktoren

Die Entwicklung der Kosten könne nicht mit den allgemeinen Lebenshaltungskosten gleichgesetzt werden. Denn: "Im speziellen Warenkorb für die Verkehrsunternehmen wirken aktuell vor allem die Aufwendungen für Personal sowie die Kapitalkosten für Investitionen. Weitere Positionen sind Material und Fremdleistungen, Energie und Kraftstoffe, Miet- und Versicherungsverträge, im Schienenverkehr auch Trassen- und Stationsentgelte."
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