26.02.2018 - 20:00 Uhr

Freisprechung von metallbau-Gesellen Aussichten sind bestens

Das Handwerk ist und bleibt ein leistungsfähiger Wirtschaftsfaktor. Diese positive Prognose gibt der Obermeister der Metall-Innung, Manfred Rauscher, sechs frischgebackenen Gesellen bei der Freisprechungsfeier mit auf ihren Berufs- und Lebensweg.

Innungsobermeister Manfred Rauscher (links), Kreishandwerksmeister Hans Weber (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Martin Preuß (rechts) gratulierten den sechs frischgebackenen Gesellen zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung. Bild: usc
von Autor USCProfil

Amberg. "In keinem anderen Wirtschaftszweig stehen Berufsethos und ehrenamtliches Engagement so im Vordergrund wie im Handwerk", betonte Rauscher zudem bei der Feier im Haus des Handwerks. Er appellierte darüber hinaus wie nach ihm auch Kreishandwerksmeister Hans Weber und Bürgermeister Martin Preuß an die Jung-Gesellen, die gebotenen Fortbildungsmöglichkeiten zu nutzen.

Was Außenstehende vom Beruf Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik nicht wissen, machte Rauscher gleichermaßen deutlich. Es gehe beispielsweise um die Fertigung und Montage von Überdachungen, Fassadenelementen, Toren, Fensterrahmen oder Schutzgittern aus Stahl oder anderen Metallen. Diese Metallbauer würden aber ebenso Einzelstücke nach Kundenwunsch gemäß technischer Konstruktionszeichnungen herstellen. Schneiden, formen, schweißen, nieten oder schrauben, das seien die Grundfertigkeiten, ohne die diese handwerklichen Facharbeiter nicht auskämen. Oft sei noch ein Basiswissen aus dem Elektrobereich unverzichtbar. Wie Rauscher vor den Lehrherren, Eltern und Lehrkräften weiter erläuterte, "weiß auch die Industrie, was das Handwerk ausbildet", so dass sich gute Berufsaussichten in mehreren Branchen eröffnen würden.

In der Verantwortung

Deutschland brauche nach Überzeugung des Obermeisters Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst seien. "Und gesamtgesellschaftliche Verantwortung macht sich durchaus auch daran fest, wie mit den vorhandenen Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen umgegangen wird", betonte Rauscher. Handwerksbetriebe sind nach seiner Überzeugung "ein Vorbild für soziale Verantwortung". Das deutsche Handwerk genieße zurecht weltweit einen guten Ruf und sei vorbildlich bei der Ausbildung junger Menschen. Es gehöre zu den bedeutendsten und zukunftsorientiertesten Wirtschaftszweigen Bayerns.

Abschließend appellierte Rauscher an die frischgebackenen Facharbeiter, die vielfältigen Möglichkeiten der Fortbildung zu nutzen. Das unterstrich auch Kreishandwerksmeister Hans Weber: "Sie haben einen modernen Beruf erlernt, der Sie aber zwingt, weiter zu lernen, da ständig neue Techniken, neue Geräte, neue Anwendungsmöglichkeiten angeboten werden."

So zielstrebig, wie die sechs jungen Männer ihre Lehre abgeschlossen hätten, sollten sie auch ihre beruflichen und privaten Ziele verfolgen, so der Rat des erfahrenen selbstständigen Handwerksmeisters. "Qualität lebt von guter Ausbildung und handwerklichem Können. Aber auch vom Engagement für den Beruf", betonte Weber. Mit dem Facharbeiterbrief hätten die sechs jungen Männer die erste berufliche Hürde genommen, stellte Bürgermeister Martin Preuß fest. Er betonte die herausragende Rolle des Handwerks bei der Ausbildung. Um den wachsenden neuen Aufgaben im Beruf gerecht zu werden, ermunterte auch Preuß die jungen Facharbeiter, sich weiterzubilden.

Es ist geschafft

Den lange ersehnten Gesellenbrief erhielten Noel Bothner, Pascal Herrmann und Ron Kumeth, ausbildet bei der Firma Metallbau Vollath in Sulzbach-Rosenberg, Lukas Mereding (Dorn und Schörner, Etzelwang), Simon Rudolf (Schulte und Falk Montage GmbH, Sulzbach-Rosenberg) und Moritz Schmid (Thomas Friedrich Metallbau, Amberg).

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