Künftig offen gegenüber allen Schularten – Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises ...
Neues Gesicht für die Ausbildungsmesse

Mit einem Fruchtkorb als Präsent verabschiedete der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Amberg-Sulzbach den langjährigen Berater Alfred Steindl (Dritter von links). Ihm dankten (von links) Dieter Meier, Vorstand der Sparkasse Amberg-Sulzbach, Arbeitskreis-Geschäftsführerin Kathrin Schmidt, die Amberger Bürgermeisterin Brigitte Netta, Schulamtsdirektor Peter Junge, Referent Kurt Walther, der neue Berater Stephan Tischer und Schule-Wirtschaft-Experte Udo Leitz. Bild: hfz

Amberg-Sulzbach. Die jährliche Ausbildungsmesse bekommt ein neues Gesicht. Zum einen wird sie gegenüber allen Schularten geöffnet, was in einem ersten Schritt Wirtschafts- und Realschule betrifft. Das gab bei der Jahresversammlung des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Amberg-Sulzbach Udo Leitz bekannt. Der Schule-Wirtschaft-Experte ergänzte, dass außerdem das bisherige Angebot (vor allem Handwerksbetriebe) erweitert und umorganisiert werde. Es solle künftig - ähnlich wie beim Speed-Dating von Sprungbrett Bayern - zur Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche Unterstützungsmodule für Schüler, aber auch für Eltern geben. Termin für die Messe ist der 4. Februar 2017.

Zwei Erkundungen

Im Jahresrückblick von Leitz fanden zwei Betriebserkundungen - im Amberger Wallmenichhaus sowie im Weißen Ross in Illschwang - besondere Erwähnung. Diese Erkundungen sollen ebenfalls neu systematisiert werden und in alle drei Wirtschaftssektoren führen. "Im Februar werden wir im Bereich der Landwirtschaft beginnen."

Leitz bedauerte, dass die Einrichtung des Internetauftritts www.amberg-meine-region.de in einer gemeinsamen Initiative des Arbeitskreises, der OTH und der Gewerbebau Amberg durch Finanzierungslücken ins Stocken geraten und aktuell auf Eis gelegt worden sei. Leitz: "Um dieses Projekt zu retten, bietet es sich an, über die Ausweisung einer MINT-Region nachzudenken. Dafür bedarf es aber des Engagements der Stadt Amberg."

In den Ruhestand

Bei der Versammlung wurde Alfred Steindl als Schule-Wirtschaft-Berater verabschiedet. Der langjährige Rektor der Pestalozzi-Grundschule in Sulzbach-Rosenberg war im August in den Ruhestand getreten.

Schulamtsdirektor Peter Junge hob besonders hervor, dass sich Steindl seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn 1976 im Arbeitskreis engagiert habe, auch noch als Leiter einer Grundschule. Bleibende Verdienste habe er sich als "Ideengeber und Mitinitiator von Ausbildungsmessen" erworben. Zusammen mit Arbeitskreis-Geschäftsführerin Kathrin Schmidt überreichte Junge an Steindl einen Früchtekorb als Dankeschön. Nachfolger von Steindl als Berater wird Stephan Tischer, der Leiter der Grund- und Mittelschule in Ammersricht.

Jeder Cent dreimal

Kurt Walther, Vorsitzender des Landesarbeitsverbandes Schule-Wirtschaft Bayern aufseiten der Wirtschaft, wagte in seinem Impulsreferat zum Thema "Das Netzwerk Schule-Wirtschaft unter dem Gesichtspunkt der Lebenswelt 4.0" einen Blick in die Zukunft. Kritisch merkte er an, dass "in der Wirtschaft schnell einmal Aufträge in Millionenhöhe vergeben werden, bei der Bildung und der Zukunft unserer Gesellschaft aber leider jeder Cent dreimal umgedreht wird".

Die Welt von morgen

Das Netzwerk solle helfen, die Zukunft verstehen zu lernen; vor allem durch Angebote im Bereich MINT, in denen die Jugendlichen sich einerseits mit den Gefahren der Internetkriminalität befassen, andererseits aber auch in Projekten wie "Smart City - Zukunft mitdenken!" die Welt von morgen entwerfen.
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