Leipinger Bader stärkt den Standort innerhalb seines Produktionsverbundes – Firmenchef spricht ...
Ziegelwerk investiert Millionen in Schönlind

LB-Chef Thomas Bader kündigte Investitionen von rund 2,4 Millionen Euro in den Standort Schönlind an: "Unser Markenzeichen ist unsere Innovationskraft. Darauf setzen wir auch in Zukunft." Bild: hfz

Schönlind. Die Leipfinger Bader (LB) Ziegelwerke investieren kräftig in ihren Standort Schönlind bei Vilseck. Aus einer Mitteilung der Firma geht hervor, dass das Unternehmen in den nächsten Monaten rund 2,4 Millionen Euro in die Niederlassung steckt.

In Lehmgrube Süß

In Schönlind soll unter anderem eine moderne Schleif- und Entladeanlage installiert werden. "Damit stärken wir das Werk Schönlind in unserem Produktionsverbund weiter", wird LB-Chef Thomas Bader in dem Schreiben zitiert. Außerdem sei der Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Gelände der ehemaligen Lehm- und Sandgrube Süß geplant.

"Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns", sagte Bader demzufolge. Die Modernisierung des Tunnelofens im Stammwerk Vatersdorf bei Landshut für fünf Millionen Euro habe sich gelohnt, weil der Energieverbrauch um 30 Prozent gesenkt und die Produktivität gesteigert werden konnten. Die Umstellung auf umweltfreundlichere und sichere Energieversorgung mit Erdgas am Firmensitz sei kurz vor dem Abschluss. "Und wir haben wieder einen neuen Ziegel mit noch besseren Dämmwerten entwickelt, den wir 2017 auf den Markt bringen", erläuterte Bader bei der Zusammenkunft. Eines der wichtigsten Projekte 2017 werde, so der Unternehmer weiter, der der Bau der Recyclinganlage in Puttenhausen bei Mainburg sein. "Damit bieten wir künftig als erstes Unternehmen der Branche das Totalrecycling des Baustoffs Ziegel und so einen vollständig geschlossenen und naturschonenden Rohstoffkreislauf an." So sei es fortan möglich, Ziegel und Dämmstoff voneinander zu trennen und anschließend wiederzuverwerten.

Ein Markenzeichen

Wie fest umweltfreundliche Verfahren in der Firma verankert sind, will Leipfinger Bader 2017 mit der Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts zeigen. "Auf dieses Alleinstellungsmerkmal in der Baustoffindustrie sind wir stolz und daran wollen wir uns messen lassen", sagte Bader. Außerdem plane das Unternehmen die Digitalisierung der Logistik und die Beteiligung an Start-Ups. "Unser Markenzeichen ist unsere Innovationskraft. Darauf setzen wir."

Bei der Jahresschlussfeier ist Torsten Stübe für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt worden. Josef Vogl bekam zum Renteneintritt nach 27 Jahren bei der Ziegelei Merkl und LB ebenfalls eine Urkunde und ein Geschenk von LB-Chef Thomas Bader überreicht.

Leipfinger BaderLeipfinger Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eigenen Angaben zufolge eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. Rund 160 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 6000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf und dem LB-Werk in Schönlind gibt es ein weiteres in Puttenhausen bei Mainburg. Von den drei Niederlassungen aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland. Das Unternehmen bildet eigene Nachwuchskräfte in den Berufen Industriemechaniker, -elektriker und -kaufmann/-frau aus. Für den Ausbildungsbeginn 2017 sind noch freie Lehrstellen zu besetzen. (ben)
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