Entlaufene Wölfe im Bayerischen Wald
10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf Befreier

Der Screenshot aus einem Video vom 06.10.2017 zeigt zwei Wölfe an einer Straße bei Lindberg im Bayerischen Wald (Bayern). Foto: Anett Kalmar/dpa, (Foto: dpa)
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Kreis Cham
13.10.2017
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Das Bayerische Umweltministerium hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, der das Freigehege der Wölfe im Bayerischen Wald geöffnet hat, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

"Es steht weiterhin der ungeheuerliche Verdacht im Raum, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden", sagte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf am heutigen Freitag in München. Das sei nicht hinnehmbar. "Damit wurde in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen, zum Beispiel bei einem Wildunfall." Scharf betonte allerdings auch, dass die Befreier den Wölfen mit ihrer Aktion keinen guten Dienst geleistet hätten: "Letztlich wurde damit der Tod der entkommenen Wölfe verursacht." Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Zwiesel (09922/84060) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Die Sicherheitsmaßnahmen im Tier-Freigelände wurden mittlerweile weiter verschärft. Es wurden auch zusätzliche Sicherungen an den Gehegen installiert.

In der Nacht auf Freitag, 6. Oktober, waren sechs Wölfe aus dem Gehege des Nationalparkzentrums Falkenstein bei Ludwigsthal freigekommen. Die genauen Hintergründe zum Ausbruch sind nach wie vor unklar. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass die Tiere gezielt freigelassen wurden. Ein Wolf wurde inzwischen durch einen Zug getötet. Zwei weitere Tiere mussten laut Umweltministerium erschossen werden. Die Suche nach den restlichen drei entlaufenen Wölfen läuft derzeit auf Hochtouren.

"Es wird alles Mögliche getan, die Tiere lebend einzufangen oder zu betäuben", sagte Scharf. "Aber eines ist klar: Wenn die Sicherheit der Menschen dies erfordert, muss auch ein Abschuss der Wölfe vorgenommen werden. Niemand macht sich eine solche Entscheidung leicht, aber die Sicherheit der Menschen hat Priorität."
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