24.10.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Bildung bester Schutz vor Arbeitslosigkeit CSU-Kreistagsfraktion informiert sich bei der Agentur für Arbeit

Neustadt/Weiden. (exb) 2,97 Prozent Arbeitslosigkeit im Bezirk der Weidener Agentur für Arbeit. Eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit Jahren präsentierte Thomas Würdinger, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, den CSU-Kreisräten bei ihrem Besuch in Weiden. Nach der Fraktionsklausur im Januar stellten sie erneut die Frage: Gibt es die Abgehängten auch bei uns? Würdinger stellte beim Rundgang seine Behörde vor und erläuterte die Abläufe im Jobcenter, das die Agentur für Arbeit mit der Kommune betreibt. Im Berufsinformationscenter werden Informationen für die Berufswahl vor Ort gegeben. 10 Stunden täglich ist das Callcenter erreichbar.

Thomas Würdinger (Dritter von rechts), Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, stellte seine Behörde vor und erläuterte den CSU-Kreisräten die Arbeitsmarktsituation im Landkreis. Bild: exb
von Autor MORProfil

Peter Witt erläuterte, dass in Weiden Anrufe für 55 Job-Center in Bayern und Süddeutschland entgegengenommen werden. 84 Prozent aller Fragen und Anliegen können direkt in den Anrufen geklärt werden.

Erfreulich war für die Kreisräte der Abwärtstrend der Arbeitslosigkeit im Landkreis. Waren es im Jahr 2009 noch 1628 Bezieher von Arbeitslosengeld, wurden 2016 noch 1020 verzeichnet. Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher ging von 1112 im Jahr 2009 auf 888 zurück. Kernproblem, so Würdinger, sei es, Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen. Die Erfolge seien dabei auf dem Land oft größer als in der Anonymität der Städte. "Wichtig ist es, sich nicht auf die Schulter zu klopfen, sondern die Zahlen richtig zu interpretierten", stellte CSU-Fraktionssprecher Stephan Oetzinger heraus. Der Quote von 12,2 Prozent Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Landkreis stünden im Vergleich 2,5 Prozent mit abgeschlossener Berufsausbildung, 2,8 Prozent mit betrieblicher und schulischer Ausbildung sowie gar 1,0 Prozent mit akademischer Ausbildung gegenüber.

Die Zahlen belegen für die CSU-Räte, dass schulische und berufliche Bildung das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit ist. "Hier trägt auch der Landkreis seinen Teil dazu bei, da kontinuierlich in die Bildungsinfrastruktur investiert wird", sagt Oetzinger. Ziel soll es weiterhin sein, dem Fortzug von Jugendlichen zwischen 18 bis 25 Jahren einzudämmen.

Gestiegen sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort im Landkreis Neustadt. Dies waren zum 31. Dezember 2016 genau 29 830 Beschäftige was ein Plus zum Vorjahr von 3,6 Prozent bedeutet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.