Defizite bei Bildungsmaßnahmen für Zuwanderer
Ländlicher denken

Christian Frey. Bild: exb
Politik
Kreis Neustadt/WN
12.10.2017
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Neustadt/WN. Als er anfing, lagen gesperrte Turnhallen und ellenlange Warteschlangen im Sozialamt noch nicht lange zurück. Flüchtlingskrise hieß das Schlagwort. Christian Frey spricht von Neuzugewanderten. Vor einem Jahr fing er beim Landratsamt als Bildungskoordinator an, um insbesondere für junge Migranten und Asylbewerber das passende Schul- und Ausbildungsangebot zu finden.

Dabei arbeitet er vor allem mit den Berufsschulen der Region intensiv zusammen. Durchaus erfolgreich, wie Freys Chef Landrat Andreas Meier anerkennt. So haben in den vergangenen beiden Schuljahren 48 Zuwanderer die zweijährigen Berufsintegrationsklassen in Weiden oder Neustadt absolviert. Ziel ist der Mittelschulabschluss. Alle haben ihn mittlerweile in der Tasche, 13 davon sogar den Quali. Freys Tagesgeschäft ist trotzdem mühsam. bat er die Kreisräte im Sozialausschuss um Unterstützung. "Viele Angebote sind eher auf große Städte zugeschnitten. Wir haben immer wieder Probleme bei Fahrtkostenübernahmen oder Mindestteilnehmerzahlen für VHS-Maßnahmen." Dies sei nur auf politischer Ebene zu ändern.

Die ist auch verantwortlich dafür, dass Flüchtlinge möglichst nur noch in Gemeinschaftsunterkünften unterkommen und nicht mehr in kleineren Einheiten. Letzteres hat aber im Landkreis gut geklappt. Aus Freys Sicht sind Großunterkünfte ebenfalls problematisch. "Das kann man ganz klar an den Bildungserfolgen der Bewohner erkennen." Zurzeit leben im Landkreis zirka 600 Asylbewerber.
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