10.07.2017 - 20:06 Uhr
Oberpfalz

Kreisausschuss beschließt höheres Salär für Ehrenamtliche und für sich selbst Geld für Wohnberater

Neustadt/WN. Der Name "Wohnberater" klingt nach Dekotipps und Vorhangfarbe. Weit gefehlt. Wohnberater sind ehrenamtliche Seniorenbeauftragte von Gemeinden, die eine Fortbildung absolviert haben. Ihr Ziel: Sie helfen Menschen, damit diese möglichst lang in ihrer eigenen Wohnung leben können. Das ist nach einem Schlaganfall oder einem komplizierten Bruch oft nicht so einfach.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Auf Anfrage kommen überall im Landkreis Wohnberater ins Haus und machen auf Gefahrenstellen sowie Hilfsmittel aufmerksam. Draufzahlen wollen die Ehrenamtlichen dabei jedoch nicht. Deshalb haben sie im Landratsamt angeregt, ähnlich wie ihre Kollegen im Landkreis Tirschenreuth entschädigt zu werden. Die erhalten als Fallpauschale 10 Euro, wenn sie außerhalb ihrer Gemeinde unterwegs sind, sowie die gesetzliche Fahrtkostenerstattung.

Zusätzlich hätten sich die Neustädter Wohnberater noch eine Rabattverlust-Versicherung über den Landkreis gewünscht. Sie springt ein, wenn der Berater auf dem Weg zu einem Termin einen Unfall haben sollte. Der Kreisausschuss wies aber darauf hin, dass die Kosten für eine solche Versicherung schon in der Reisekostenerstattung enthalten sind.

Der Landkreis kann so eine Police also nicht abschließen, das müssten die Ehrenamtlichen selber erledigen. Um ihnen entgegenzukommen, beschloss der Kreisausschuss daher einstimmig, eine etwas höhere Fallpauschale zu zahlen: 15 Euro.

Ferner gönnten sich die Kreisräte auch selbst etwas mehr. Statt 80 bekommen sie künftig 90 Euro pro Monat als pauschale Aufwandsentschädigung. Der Hintergrund ist digital: Anfang des Jahres hat der Kreistag auf ein modernes Ratsinformationssystem umgestellt. Das ermöglicht papierloses Arbeiten im Sitzungsdienst. Kreistagsmitglieder können Informationen und Unterlagen online zu Hause und auch unterwegs abrufen.

Da man sich aber etwa bei Haushaltsvorlagen doch mal auf Papier einarbeiten und eventuell mal was unterstreichen muss, haben die Räte nun Mehrkosten für Ausdrucke, sprich Druckerpatronen und Papier. Die höhere Pauschale soll dies ausgleichen.

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