15.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Kreisausschuss genehmigt Förderverein 10 000 Euro und möchte Konzept sehen Pulver für die Silberhütte

Die Silberhütte liegt zwar im Landkreis Tirschenreuth, ihre Bedeutung für die gesamte Region zweifelt jedoch niemand an. Folglich kommt der Beschluss des Neustädter Kreisausschusses, das Skilanglaufzentrum zu bezuschussen, schnell zustande. Doch die Politiker pochen auf ein Konzept.

Schnee aus der Kanone. Die Silberhütte erhält Fördergeld vom Landkreis, aber es gibt mahnende Stimmen, dass die Zukunft nicht dem Kunstschnee gehören dürfe. Archivbild: nm
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Flossenbürg. Der Kreisausschuss hat dem Förderverein 10 000 Euro für das Jahr 2017 genehmigt. Um den Sportbetrieb stemmen zu können, braucht der Förderkreis nach derzeitigen Berechnungen pro Jahr etwa 50 000 Euro. Eine ganze Reihe von Kommunen und auch die Stadt Weiden haben bereits Zuschüsse von insgesamt 40 000 bis 45 000 Euro in Aussicht gestellt.

Der Landkreis will dabei nicht hintanstehen. Er schickt dem neuen Vorstand allerdings einen Hinweis mit, dass er auch 2018 wegen einer Finanzspritze anklopfen kann, das Landratsamt aber dann eine Übersicht über Einnahmen und Ausgaben des Jahres 2017 sowie das künftige Finanzkonzept sehen will. Die Zusage für die Silberhütte machten die Kreisräte Reiner Gäbl (SPD) und Stephan Oetzinger (CSU) auch, um auf die eigenen Wintersportvereine hinzuweisen, die ebenfalls überregional aktiv sind. Sie nannten den TV Vohenstrauß am Fahrenberg oder die Freunde des Skilifts am Wurmstein.

Auch Barbara Kindl stimmte dafür. Die ÖDP-Frau warnte aber, dass es "ökologischer Wahnsinn" sei, wenn der Betrieb bei zunehmend milder werdenden Wintern nur noch möglich sei, wenn Beschneiungsanlagen zum Einsatz kämen. "Dann muss man sich überlegen, ob wir die Förderung nicht wieder einstellen." Dieses Argument sei nicht von der Hand zu weisen, signalisierte Landrat Andreas Meier. "Es ist klar, dass jetzt weitere Anträge kommen. Aber vielleicht sollte man schon mal über alternative Nutzungen, etwa als Mountainbikestrecke nachdenken. Dann könnte man dafür vielleicht auch Leader-Mittel oder ähnliches beantragen." Formsache war ein anderes Zuschussgesuch. Das Arbeitsförderungszentrum der Diakonie Weiden bekommt für 2017, wie seit 2012 jedes Jahr, wieder 800 Euro. Ohne Diskussion einigte sich der Kreisausschuss ferner darauf, das Mandat von Johanna Meier und ihrer Stellvertreterin Brigitte Menzel als Senioren- und Behindertenbeauftrage des Kreises zu verlängern. Es dauert nun bis Ende Juni 2020. Dann geht Meier, die auch das Sozialamt leitet, in die Freistellungsphase der Altersteilzeit.

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