Landkreis hat Projekt für Präventionsarbeit mit Weiden und Tirschenreuth im Blick
Gesundheit alle miteinander

Politik
Kreis Neustadt/WN
07.07.2017
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Neustadt/WN. In der Region bahnt sich die Gründung einer "Gesundheitsregion Plus" an. Der Neustädter Kreisausschuss stimmte am Donnerstag schon einmal dafür und will dafür federführend die Förderanträge ausarbeiten. Nun hofft er auf die Zustimmung von Weiden und Tirschenreuth, die Ende des Monats über das Thema beraten.

Geht alles glatt, könnte im Herbst die "Gesundheitsregion Plus Nordoberpfalz" entstehen. Ähnliches gibt es bereits in vielen Teilen Bayerns. Doch was ist das? Die "Gesundheitsregion Plus" ist ein Kind von Ministerin Melanie Huml. Sie verfolgt damit ein kommunales Netzwerk, um Prävention und Versorgung in Bayern zu verbessern. Dafür stellt der Freistaat Förderung in Aussicht. Die gibt es etwa für Aktionen wie "Ernährung und Bewegung", "Gesundheit im Alter" oder "Rauchfrei leben". Das Konzept stellte Wirtschaftsförderin Barbara Mädl im Kreisausschuss vor. Klaus Bergmann (Grüne) hätte es gerne etwas konkreter gehabt. Doch da musste auch Landrat Andreas Meier passen. Er berichtete aber von einem Koordinator, der die kommunalen Aktivitäten vernetzen soll. Für diese Stelle gibt es bis zu 50 000 Euro pro Jahr aus München. Dafür wird ein kommunaler Eigenanteil von mindestens 20 Prozent verlangt. Das bedeutet jährlich für die gesamte Nordoberpfalz rund 21 500 Euro, die Neustadt, Weiden und Tirschenreuth zu je einem Drittel aufbringen müssten.

Sollten Weiden und der Nachbarlandkreis mit an Bord gehen, könnte es interessant werden, wo die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion angedockt wird. Denkbar sind drei Modelle: bei der Kreisentwicklung - in Neustadt wäre dies das Ressort von Barbara Mädl -, beim Gesundheitsamt oder bei einer externen Agentur.
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