01.11.2017 - 15:08 Uhr
Oberpfalz

Regionalmanagerin Daniela Franz stellt im Tourismusausschuss ihre Pläne vor Landlust wecken

Eine spontane Antwort, was beim Regionalmanagement des Landkreises Neustadt gerade läuft, dürfte den meisten Bürgern schwer fallen. Dabei ist es eine ganze Menge. Daniela Franz weiß es ganz genau.

Daniela Franz will den Landkreis zur Marke machen und neue Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr ausloten. Bild: nm
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Neustadt/WN. "Aktuell sind 21 Projekte in der Umsetzung", erläuterte Regionalmanagerin Franz dem Wirtschafts- und Tourismusausschuss des Kreistags. Dazu ist viel Geld im Spiel. Wo es zuletzt investiert wurde, ist in vielen Landkreisteilen erkennbar: am Infopunkt des Klosters Speinshart, am Schlossberg in Tännesberg, an der Freizeitanlage Bäckeröd in Waidhaus, am Dorfladen in Vorbach, am Seniorenpark Wagnerstraße in Altenstadt/WN oder an der E-Bike-Region Oberpfälzer Wald.

Das Ganze ist in der Verwaltung unter dem Stichwort "Kreisentwicklung" einsortiert. Mit eingebunden ist der Verein "Forum Neustadt Plus". Er redet mit, wenn Leader-Mittel der EU und bayerische Landesmittel vergeben werden.

Gerade der Freistaat stockt dabei noch einmal kräftig auf. Das Heimat- und Finanzministerium stellt zurzeit 100 000 Euro pro Jahr für das Regionalmanagement zur Verfügung. Die Förderquote beträgt für den Landkreis Neustadt 80 Prozent, den Rest muss er selber aufbringen. Ab 2019 gibt es voraussichtlich sechs Jahre lang je 150 000 Euro und sogar 90 Prozent Förderung.

In der aktuellen Periode werden die Mittel für drei Projekte umgesetzt. Das erste ist, aus dem Landkreis Neustadt eine Marke zu kreieren. Konkreter sind die anderen beiden. So soll 2018 zweimal jährlich ein Regionalmagazin des Kreises erscheinen, das die Sahnestücke zwischen Waidhaus und Schlammersdorf besonders schmackhaft präsentiert. In der Aufmachung stellt sich Daniela Franz dabei so etwas wie die Lifestyle-Zeitschrift "Landlust" vor.

Dritter Schwerpunkt ist der ÖPNV. Wo gibt es dabei Handlungsbedarf? Dazu will Franz alle Haushalte befragen. Hintergrund ist auch der Ansatz, nicht einfach das defizitäre Anrufbuskonzept namens "Baxi" aus dem Landkreis Tirschenreuth zu kopieren.

Kleinere Projekte laufen in Kooperation mit anderen Gebieten. So will sich das Regionalmanagement bei der Beschilderung und dem Inventar der Simultankirchen-Radwege und der regionalen Abschnitte der Jakobswege einbringen. Darüber hinaus ist 2018 ein Projekt "Bürgerengagement" vorgesehen.

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