04.07.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Satte Förderung aus Verkehrsministerium Landkreis erstellt Konzept zur Elektromobilität

Kaum hat der Weidener Hauptverwaltungsausschuss vorgeschlagen, mehr E-Ladestationen einzurichten, flattert dem Landratsamt Neustadt frohe Kunde ins Haus. Das Bundesverkehrsministerium stellt ihm 80 000 Euro in Aussicht.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Neustadt/WN. Der Kreistag hatte im Dezember beschlossen, diese Förderung für ein eigenes Elektromobilitätskonzept zu beantragen. Nun kam dazu grünes Licht aus Berlin. Die Gesamtkosten betragen 100 000 Euro, an der Kämmerei bleiben also 20 000 Euro Eigenanteil hängen. "Der Landkreis möchte so den Verkehr klima- und umweltverträglicher gestalten", heißt es dazu aus dem Lobkowitzerschloss.

Zuvor hatte der Kreis schon ein eigenes Förderprogramm aufgelegt, das es Kommunen schmackhaft machen sollte, E-Tankstellen einzurichten (wir berichteten). "Diesem Trend dürfen wir uns nicht verschließen, jedoch sollten wir unsere weiteren Schritte auf eine solide Datenbasis stellen. Um nicht aus reinem Aktionismus heraus und an den eigentlichen Bedarfen vorbeizuplanen und zu investieren, wollen wir Handlungsmöglichkeiten bestmöglich analysieren", erklärt Neustadts Landrat Andreas Meier.

Das geplante E-Konzept soll genau auf den Landkreis zugeschnitten werden. Bis Ende 2018 soll dazu eine Studie vorliegen. Wer sie ausarbeitet, ist offen. Zunächst wird sie erst einmal ausgeschrieben. Einiges steht aber bereits fest, etwa Schnelllademöglichkeiten (bis 150 kW DC in der ersten und 350 kW in der zweiten Ausbaustufe) für alle Fahrzeug- und Steckertypen.

Wer sein E-Bike oder sein Auto an die Steckdose hängt, soll dabei geschützt sein - vor Wind und Wetter oder dubiosen Gestalten. Deshalb werden die Anlagen überdacht, überwacht und beleuchtet. Hierzu sollen zunächst die Standorte festgelegt werden.

Die Weidener diskutieren bereits darüber, im gesamten Stadtgebiet E-Fahrzeugen kostenloses Parken zu ermöglichen. Das könnte auch im Landkreis Thema werden, teilt Pressesprecherin Claudia Prößl mit: "Die mögliche Vorteilsstellung bei Parkraumbewirtschaftung wird im Rahmen des Konzepts geprüft werden."

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