11.07.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Ferdinand ist eine Schnabellänge voraus Landkreis hat Storch als Maskottchen

Neustadt/WN. Gestatten, seine Durchlaucht Fürst Ferdinand, für seine Freunde einfach Ferdinand. Der plüschige Storch ist ab sofort das Maskottchen des Landkreises Neustadt. Landrat Andreas Meier stellte es am Dienstag vor.

Der Urahn in Öl, der Nachfolger aus Plüsch: Fürst Ferdinand August Leopold von Lobkowitz stand Pate für das Maskottchen des Landkreises. Landrat Andreas Meier verspricht sich von seinem neuen Mitarbeiter mit dem roten Schnabel viel Aufmerksamkeit für seine Ländereien. Bild: exb
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

"Die Idee kam beim täglichen Blick aus dem Fenster auf das Storchennest auf dem Alten Schloss", sagt Meier. Dieses Schloss ist Teil des Landratsamts. Dort ist man froh über die gefiederten Dachbewohner. "Wir haben erkannt, dass Störche Sympathieträger sind. Die Webcam auf dem Horst verzeichnet die höchsten Klickzahlen auf unserer Homepage."

Dieses Image könne auch dem Rest des Landkreises gut tun. Noch dazu, weil 2017 in Neustadt ein außergewöhnlich gutes Storchenjahr ist. Alle vier Jungvögel sind durchgekommen und flattern schon fleißig über der Altstadt. Ursprünglich war der Landrat nur auf der Suche nach einem Geschenk, das sich bei Besuchen von Kindern im Landratsamt eignet. Doch nun entwickelt sich daraus eine neue Marketingidee. Für neun Euro gibt es Ferdinand im Tourismusbüro am Stadtplatz zu kaufen. Von dort aus soll er seine Werbebotschaft für die Region zwischen Eslarn und Kirchenthumbach in die Welt tragen. Weil er im Gegensatz zu Lebensmitteln nicht verdirbt und auch geknautscht in einer Fahrradtasche überlebt, bietet er sich als Geschenkidee an.

Namenspatron für Ferdinand ist Fürst Ferdinand August Leopold von Lobkowitz, der im 17. Jahrhundert im Alten Schloss wohnte und den Auftrag zum Bau des Neuen Schlosses sowie der Kirche St. Quirin gab. Noch älter ist die Geschichte, warum der Storch die Babys bringt: Die alten Griechen, Römer und Ägypter waren sich einig, dass die Tiere so ihre Dankbarkeit zeigen, weil Menschen ihnen Horste als Nistplätze zur Verfügung stellen. Der Landrat nahm dies mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung für den Landkreis gerne zur Kenntnis.

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