12.02.2018 - 15:12 Uhr

Hannes Bauer gewinnt Kreisentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs Kopfkino statt Likes und Smileys

Neustadt/WN . "Hannes Bauer von der Lobkowitz-Realschule ist der Sieger im Kreisentscheid des 59. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Er vertritt die Region Ende April beim Bezirksentscheid. Zum ersten Male war die Mittelschule Neustadt Ausrichter dieses Wettbewerbs.

Die Jury hat keine ,leichte Aufgabe, den besten Vorleser des Landkreises aus den sechsten Klassen zu küren. Am Ende fällt die Wahl auf Hannes Bauer (Vierter von links) von der Lobkowitz-Realschule Neustadt. Bild: cr
von Rainer ChristophProfil

Zu den Gratulanten gehörten Rektor Michael Koppmann, stellvertretender Landrat Albert Nickl, zweiter Bürgermeister Heinrich Maier und Schulrärin Beatrix Hilburger. Organisatoren waren Kreisjugendpfleger Jürgen Orlik und Konrektor Karl Haubner.

Alle Redner betonten, wie wichtig das Lesen trotz der modernen elektronischen Medien sei. Qualifiziert hatten sich neben dem Sieger Mariella Bernlochner vom Gymnasium Neustadt, Leo Espenhain von der Schule Windischeschenbach, Ewald Gergert von der Mittelschule Neustadt, Antonia Lehner vom Gymnasium Eschenbach, Lukas Platzer aus Altenstadt, Jessica Schoger von Volksschule Gafenwöhr, Max Trescher aus Floß und Amelie Wiesend von der Mittelschule Pressath. Es fiel auf, dass die Zahl der teilnehmenden Schulen im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich geringer war. Unter der Leitung der sieben Juroren stellten die Teilnehmer zunächst ein Buch ihrer Wahl vor. Beim Vorlesen bemühten sie sich um deutliche Aussprache, angemessenes Lesetempo und sinngemäße Betonungen. Titel waren unter anderem Super Nick, Märchenmond, die Mississippi-Bande, Gregs Tagebuch und vieles mehr. Nach der Pause legte Orlik den Sechstklässlern sls unbekannten Text das Werk des finnischen Autors Seita Parkkola: "Wir können alles verlieren. Oder gewinnen" vor. Darin geht es um den zwölfjährigen Taifun, eigentlich einen netten Jungen, der nur manchmal etwas gedankenlos ist. Er reißt gern mal von zu Hause aus, fährt ohne Ticket mit dem Zug, sprüht Graffiti und liebt sein Skateboard. Damit er jedoch nicht völlig auf die schiefe Bahn gerät, bringen ihn seine Eltern in das "Haus der Möglichkeiten", eine besondere Schule, in der Problemschüler eine letzte Chance bekommen.

Am Ende war die siebenköpfige Jury von den Leistungen aller Schüler beeindruckt, eigentlich "ist jeder von euch ein Sieger", lobte Nickl die Buben und Mädchen. Jeder bekam ein vom Landkreis spendiertes Buch und eine Urkunde.Neustadt/WN . Ob er es ahnte, warum Landrat Andreas Meier ihn als Stellvertreter zum Kreisvorlesewettbewerb schickte? Nichtsahnend freute sich Albert Nickl aus Speinshardt zum ersten Male bei so einem Kreisentscheid dabei zu sein. Den Damen der Jury entging nicht, dass er leichtsinnigerweise eine Krawatte trug. Heimlich besorgte sich Jurorin tätige Kreisbäuerin Christa Kick von Konrektor Karl Haubner eine Büroschere. Der Rest ist Faschingsgeschichte.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp