12.03.2018 - 19:12 Uhr

ALE und OTH Amberg-Weiden unterzeichnen Kooperationsvereinbarung „Im Herbst geht es los“

Auf diese Glastafel ist das Amt für Ländliche Entwicklung mächtig stolz. Irgendwie auch verständlich, macht sie doch aus dem Amt einen Lernort der OTH.

Klaus Bergbauer (ALE), Hanna Gallitzendörfer (OTH), Erik Bergner, Huberta Bock (beide ALE), Oliver Schrempel (ADBV Weiden), Behördenleiter Thomas Gollwitzer (ALE), MdL Tobias Reiß, Professorin Andrea Klug (OTH), Kurt Killinger (ALE), Ministerialrat Stephan Wiediger, Petra Nickl (ALE), Wolfgang Weber (OTH), Willi Perzl und Georg Guggenberger (beide ALE, von links) freuen sich über die Zusammenarbeit. Bilder: jr (2)
von Josef RosnerProfil

Tirschenreuth. Ein großer Tag für das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE): Am Montag wurde die Kooperationsvereinbarung mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden unterzeichnet. Damit ist das Amt nun Inovativer Lernort. "Im Herbst geht es los", freute sich Behördenleiter Thomas Gollwitzer. Die fünf neuen dualen Studenten des Amtes beginnen dann ihr Studium an der OTH. Behördenleiter Gollwitzer verriet, dass diese Zusammenarbeit in einem lockeren Gespräch mit MdL Tobias Reiß ihren Ursprung habe. "Das beharrliche Festhalten an dieser Idee und der großartige Einsatz von Tobias Reiß waren es, die letztendlich das Projekt zu einem Erfolg machten", sagte Gollwitzer.

Einzigartiges Konzept

Das Konzept der Innovativen Lernorte (ILO) ist einzigartig in der Hochschullandschaft. Die OTH Amberg-Weiden bringt auf diesem Weg Dozenten, Studenten und Experten vor Ort zusammen. Die ILOs bieten Studierenden klare Vorteile. Sie lernen an attraktiven Orten in der Region, auch außerhalb regulärer Lehrveranstaltungen. Die Aufnahme des ALE Oberpfalz in den Kreis der Innovativen Lernorte der OTH Amberg-Weiden ist der Ausdruck einer sehr guten Zusammenarbeit.

Mit Beginn des Wintersemesters 2018/2019 startet der neue Bachelor-Studiengang Geoinformatik und Landmanagement. Gollwitzer wusste aus vielen Gesprächen, dass das Interesse der jungen Leute an einem Studium in der Region sehr groß ist. "Wir merken dies an den Ausbildungsmessen und an den vielen Bewerbungen für das duale Studium."

Professorin Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, sprach von einem denkwürdigen Tag. "Heute wird in der Berlin der Koalitionsvertrag unterschrieben, und wir unterzeichnen hier in Tirschenreuth die Kooperationsvereinbarung". Die Entscheidung für den neuen Studiengang nannte sie eine Entscheidung für die Region. Die Bezeichnung "Innovativer Lernort" sei ein Meilenstein für das Amt und für die Ländliche Region. "ALE und OTH sind kompetente Partner, die sich ergänzen". Der neue Studium sei der 14. Bachelor-Studiengang an der OTH Amberg-Weiden.

Ausdrücklich dankte sie MdL Tobias Reiß, ohne dessen Unterstützung das Projekt wohl nicht zustande gekommen wäre. Andrea Klug lobte auch die Staatsregierung dafür, dass sie hochwertige Arbeitsplätze aus der Landeshauptstadt in den Ländlichen Raum verlagert hat. "Ich bin fest überzeugt, dass der Innovative Lernort und der neue Studiengang ein Erfolgsmodell werden", sagte Klug und nannte diese Neuausrichtung einen Impuls für die Region.

"Ich bin jetzt fast ein bisschen rot geworden", kommentierte MdL Tobias Reiß das Lob, das auf ihn regelrecht einprasselte. "Gute Ideen finden den Weg zum Geld", zitierte Reiß Ministerpräsident Horst Seehofer. Mitgebracht hatte Reiß ein persönlich gehaltenes Schreiben an Horst Seehofer, in dem er um eine wohlwollende Überprüfung des Studiengangs "Geoinformatik und Landmanagement" an der OTH Amberg-Weiden gebeten hatte. Das Schreiben habe er am 27. März vergangenen Jahres persönlich an Seehofer übergeben. Schon am nächsten Tag habe er eine SMS mit der Mitteilung, "der Reiß kann seinen Studiengang verkaufen", erhalten. Der Abgeordnete zeigte sich vom Erfolg überzeugt. Sein Dank galt dem Amt für Ländliche Entwicklung, dessen Arbeit zum neuen Selbstbewusstsein der nördlichen Oberpfalz beitrage.

Ministerialrat gratuliert

Die Glückwünsche des Staatsministeriums Ernährung, Landwirtschaft und Forsten überbrachte Ministerialrat Stephan Wiediger. Er nannte die Entscheidung eine Auszeichnung für die Arbeit der Behörde im ländlichen Raum. Alleine in den kommenden Jahren würden rund 300 erfahrene Mitarbeiter der Behörden in Pension gehen, da brauche es qualifizierten Nachwuchs. Wiediger machte deutlich, mit immer weniger Mitarbeiter gute Arbeit leisten zu wollen. Er nannte die neuen Studiengänge und die OTH Amberg-Weiden Leuchttürme der Oberpfalz. Im Anschluss unterzeichneten Behördenleiter Gollwitzer und Präsidentin Klug die Kooperationsvereinbarung, ehe im Eingangsbereich die Glastafel enthüllt wurde.

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